Waldfischbach-Burgalben
Warum in Waldfischbach Katwarn-Alarm ausgelöst wurde
Wie der Sprecher der Feuerwehr Waldfischbach-Burgalben, Arno Bohl, berichtete, wurde die Wehr am Freitag um 21.42 Uhr alarmiert und zu einem kleinen Flächenbrand in der Gewanne Kessel-Rotdelle gerufen. Innerhalb kürzester Zeit seien alle Fahrzeuge der örtlichen Einheit sowie die mitalarmierten Wehren Steinalben und Hermersberg mit ihren Löschfahrzeugen ausgerückt. Bereits auf der Anfahrt sei der Feuerschein zu sehen gewesen. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten 80 Rundballen, die auf einem Wiesengrundstück aufgeschichtet waren, lichterloh.
Wie Bohl informierte, schlugen die Flammen so hoch in den Nachthimmel, dass eine direkt über der Brandstelle verlaufende Hochspannungsleitung durch die Hitze akut gefährdet war. Die Feuerwehr konnte die Flammen soweit zurückdrängen, dass die Leitung keinen Schaden genommen hat. Zur Löschwasserversorgung legte die Wehr eine 300 Meter lange Leitung zum Waldfischbacher Sportplatz. Der hinzugerufene Löschwasserversorgungszug aus Rieschweiler-Mühlbach verlegte und betrieb eine zweite Leitung zum Schwarzbach.
Bevölkerung über Katwarn und Internet gewarnt
Mit Unterstützung von Radladern und Traktoren konnten das Brandgut auf der angrenzenden Wiese auseinandergefahren und die Flammen weiter eingedämmt werden. Weil ein komplettes Löschen des Brandguts nicht möglich gewesen sei, habe man die Rundballen kontrolliert abbrennen lassen, so Bohl. Eine Gefahr habe dadurch nicht bestanden. Diese Maßnahmen zogen sich bis in den Samstag hin.
Durch die starke Rauchentwicklung und Wetterlage war es im Ortsgebiet von Waldfischbach-Burgalben zu einer erheblichen Geruchsbelästigung gekommen. Die Bewohner seien über Katwarn, Facebook und Instagram frühzeitig informiert worden, dass sie Fenster und Türen geschlossen halten sollen. Im Einsatz waren sechs Feuerwehren mit zwölf Fahrzeugen und fast 60 Einsatzkräften. Nach einem zwölfstündigen Einsatz wurde die Brandstelle an den Eigentümer übergeben. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Reinigungs- und Aufräumarbeiten noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
Die Polizei hat den Schaden auf 6000 Euro geschätzt. Sie ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung und bittet um Hinweise.