Herschberg
Warum die Feuerwehr zum Eimer greift
Mancher Einwohner der Sickingerhöhgemeinde war zunächst überrascht, als er kürzlich einen feuerroten Eimer vor seiner Haustür erblickte. Richtig zum Schmunzeln brachte ihn jedoch das beigefügte Flugblatt mit dem Titel „Verhalten im Brandfall“. Und darauf stand folgende Anleitung: „1. Brand bei der Feuerwehr melden, 2. Zehn Minuten abwarten und hoffen, dass die Wehr anrückt, 3. Wenn keine Feuerwehr vor Ort, Löscheimer mit Wasser befüllen, 4. Nachbarn informieren und Eimerkette bilden!“
Natürlich war auf der Rückseite vermerkt, dass diese Anweisung auf keinen Fall ernst gemeint ist. Aber der demografische Wandel macht sich auch bei den freiwilligen Feuerwehren bemerkbar und fast überall sind die Zahlen der aktiven Mitglieder rückläufig.
Noch ist die Wehr voll einsatzbereit, doch wie lange noch?
„Momentan sind wir mit 18 Wehrleuten jedenfalls noch voll einsatzbereit“, sagt Wehrführer Michael Sema, „aber wir müssen unbedingt für die Zukunft vorsorgen.“ Er selbst ist schon seit über 20 Jahren Chef der Herschberger Feuerwehr und einige Kameraden sind ebenfalls schon viele Jahre im Dienst für die Allgemeinheit. Neben der Bürgerhalle steht ein vor wenigen Jahren erst erbautes Feuerwehrhaus zur Verfügung mit Geräteraum, Umkleidekabinen und Kameradschaftsraum einschließlich kleiner Küche. In der Garage parkt ein Löschfahrzeug mit neuester Technik, das von der Mannschaft gepflegt wird.
Um auch zukünftig im Brand- und Katastrophenfall für die Einsätze personell gerüstet zu sein, sind neue Wehrleute, natürlich auch Frauen, höchst willkommen. Jeden Montag ab 19.30 Uhr kann man im Feuerwehrhaus „reinschnuppern“ und sich alles zeigen und erklären lassen. Ab Ende August steht wieder ein neuer Grundlehrgang auf dem Programm.