Nils erklärt RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Biberzähne gelb-orange sind

Ein Biberzahn leuchtet gelb-orange, weil er Eisenoxid enthält. Und er ist richtig lang.
Ein Biberzahn leuchtet gelb-orange, weil er Eisenoxid enthält. Und er ist richtig lang.

Als Maskottchen der RHEINPFALZ kennt man mich ja nur mit weißen Zähnen. Meine Artgenossen in der Natur haben aber keine weißen Zähne. Ihre vier Schneidezähne, zwei im Ober-, zwei im Unterkiefer, sind gelb-orange. Das liegt aber nicht daran, dass sie sich die Zähne schlecht oder gar nicht putzen, sondern daran, dass die Biberzähne Eisen enthalten. Eigentlich sind die Biberzähne nicht viel anders aufgebaut als die Zähne bei Menschen.

Damit der Biber Rinde von Bäumen abnagen, Holz zerbeißen und sogar Bäume fällen kann, müssen sie besonders verstärkt sein. Und dafür sorgt der Eisenbelag auf der Vorderseite der Biberschneidezähne. Dieser Belag enthält Eisenoxid, deshalb leuchtet er so gelb-orange.

Der Biber frisst übrigens gerne Brennnesseln, die enthalten sehr viel Eisen. Das ist gut für die Zähne. Durch den härteren Belag werden automatisch die inneren und weicheren oberen Zähne geschärft. Dadurch hat der Biber so scharfe Zähne, dass er auch Holz durchbeißen kann. Am liebsten knabbert er an Stämmen von Bäumen mit weichem Holz, Weiden, Pappeln, Birken oder Erlen. Rund eine Stunde braucht ein Biber, um einen Stamm mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern durchzunagen.

Weil sich die Zähne beim Holzfällen schnell abnutzen, gibt es noch eine weitere Besonderheit: Sie wachsen schnell nach, bis zu einem Millimeter am Tag.

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