Biedershausen Wärmeinsel: Wer Schnaps hat, braucht weniger Holz

Schnaps wärmt und spart Holz, sagt Bürgermeister Christian Bühler augenzwinkernd.
Schnaps wärmt und spart Holz, sagt Bürgermeister Christian Bühler augenzwinkernd.

Schnaps, Holz und ein Ofen für das alte Feuerwehrhaus als Wärmeinsel wird ein Thema in der Biedershausener Ratssitzung heute sein. Außer dem geht es um Photovoltaik, Steuern und ein Baugebiet.

„Je mehr Schnaps die Biedershausener mitbringen, desto weniger Holz brauchen wir“, meint augenzwinkernd der Biedershausener Ortsbürgermeister Christian Bühler, der den Vorschlag, das alte Feuerwehrhaus als Wärmeinsel herzurichten, erst bei der Ratssitzung öffentlich machen wollte. Der Biedershausener Buschfunk hat ihm aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Bühler hält den prognostizierten Blackout-Fall für reine Panikmache. Zum Null-Tarif könnte man das alte Feuerwehrhaus als Wärmeinsel herrichten. Jemand, der weggezogen sei, habe der Gemeinde einen Holzofen geschenkt. In den Räumen des ehemaligen Feuerwehrdomizils stünden ein paar Verkehrsschilder und Gerätschaften, Platz ließe sich also schnell schaffen. Der Bürgermeister geht davon, dass die Bürger ihre hilfebedürftigen Mitbürger im Fall eines Crashs zu sich nach Hause einladen. Schon das Gefühl, zur Gemeinschaft zu gehören, mache warm. „Wer ins Feuerwehrhaus kommt, der kommt wohl aus Neugierde – und wegen des Schnaps als Holzersatz“, sagt Bühler schelmisch. Was den Warmmacher Schnaps betreffe, so könne er ein paar Flaschen aus seinem Vorrat beisteuern.

Gäste im Gemeinderat

Der Gemeinderat erwartet für seine Sitzung Gäste: Alexander Ruf, Dirk Kattler und Nico Reichert. Ruf von der Firma Anumar Solar GmbH aus Ingolstadt wird den Plan für eine zwei Hektar große Photovoltaik-Freiflächenanlage vorstellen. Diese Art der Stromerzeugung werde bestimmt einige Bürger interessieren, nimmt Bühler an. Die Anlage soll auf Ackerflächen errichtet werden. Er selbst sei als Eigentümer befangen. Kattler, Finanzchef der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, wird ein paar Worte über die Festsetzung der Realsteuerhebesätze für das Jahr 2023 verlieren. Soll an der Hebesatz-Schraube für die Grundsteuer A, die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer gedreht werden? In der Vergangenheit war es so, dass die Kommunalaufsicht ADD die Städte und Gemeinden gedrängt hat, die Sätze zu erhöhen. Reichert, Bereichsleiter bei der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde, wird die geplante Entwässerung im Neubaugebiet „Hinterm Brunnen“ erläutern. Es sei vorgesehen, das Oberflächenwasser auf ein anderes Grundstück zu leiten. Bühler freut sich, dass es mit dem Baugebiet zügig weitergeht.

Im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung geht es um den Glasfaserausbau. „Es soll später nicht heißen, der Rat habe nichts unternommen“, stellt Bühler klar. An seinem Vorhaben, eine Umfrage zu starten, bleibe es. Das schnelle Internet beschäftige die Bürger. Er werde immer öfters deswegen angesprochen.

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