Kreis Südwestpfalz Viel unterwegs, selten am Schreibtisch

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„Wenn das klappen würde, das wäre ein Traum.“ Das habe sie gedacht, als sie in der RHEINPFALZ die Anzeige las, dass die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben eine Fachkraft für den Bereich Touristik sucht, verrät Lea Schurr. Es hat geklappt. Gelesen, beworben, engagiert. Seit 1. August ist Schurr die Touristik-Fachfrau der Verbandsgemeinde. Aktuell noch halbtags, ab 1. November ganztags.

Dass es ein Traumjob für sie ist, hat mehrere Gründe. Dass sie die Region kennt, ist einer davon. Sie lebt in Kindsbach im Landkreis Kaiserslautern, wo sie auch aufgewachsen ist. Reiten ist ihr großes Hobby. Ihr Pferd Athos steht in Mittelbrunn, das auch als Tor zum Wallhalbtal bezeichnet wird. Neben dem Wallhalbtal lassen sich von dort aus auch die Sickinger Höhe oder das Schwarzbachtal auf dem Rücken des Pferdes erkunden. „Ich habe schon während des Studiums gemerkt, dass ich gerne im Bereich Regionen-Marketing arbeiten würde und nicht bei einem Reiseveranstalter“, erzählt sie. Nach dem Abitur in Landstuhl hat die 25-Jährige in Trier Angewandte Geografie mit dem Schwerpunkt Freizeit/Tourismus studiert und das Studium als Bachelor of Science abgeschlossen. Die Verbandsgemeindeverwaltung Thaleischweiler-Wallhalben bietet ihr nun die Möglichkeit, im regionalen Tourismus zu arbeiten. Ihr Büro ist in Wallhalben. Wobei das mit der Büroarbeit relativ ist: Es gilt aktuell, die Region zu erkunden und die Menschen kennenzulernen. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer ist mit ihr auf Tour durch die Verbandsgemeinde, um ihr beispielsweise die Bürgermeister vorzustellen. Schurr hat bereits die ersten Feste in der Verbandsgemeinde besucht. Wenn es um die Wanderwege in der Region geht, ist Willi Hack, der sich bislang bei der Verbandsgemeinde mit um das Thema Tourismus kümmerte, ihr Ansprechpartner. „Der kennt wirklich jeden Weg, jeden Abschnitt der Wege“, erzählt Schurr. Dass sie in ihrem Beruf viel Kontakt mit Menschen hat, beispielsweise mit Gastronomen, Hoteliers und Zimmeranbietern, ist ein Aspekt, weshalb sie sich für den Arbeitsschwerpunkt regionaler Tourismus/Regionalmarketing entschieden hat. Wobei sich „regional“ beim Tourismus nicht auf die Gäste bezieht, die gerne aus der Region, aber auch aus der ganzen Welt nach Thaleischweiler-Wallhalben kommen dürfen, um hier schöne Stunden, Tage oder Wochen zu verbringen. Über Gäste aus den USA, aktuell Schurrs persönliches Traumreiseland, würde sie sich beispielsweise auch freuen. Während eines Praktikums auf der Air Base war eine ihrer Aufgaben, Reisen für Amerikaner zu organisieren und ihnen Vorschläge zu machen, was sie sich alles anschauen könnten. Englisch und Französisch spricht sie, „und ein paar Grundkenntnisse habe ich in Spanisch“, sagt sie. Neben Sprachkenntnissen bringt Schurr erste Berufserfahrung mit. Beim Tourismusverein Südliche Weinstraße begann sie nach dem Studium zu arbeiten. Bis 31. Oktober hat sie in Landau noch eine halbe Stelle. Erst ab November arbeitet sie dann ganz für die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben. Lea Schurr freut sich auf ihre neue Aufgabe − die schon ihre langen Schatten vorauswirft. Beispielsweise, wenn es um den großen Grumbeermarkt in Wallhalben geht, den es kommendes Jahr wieder zu organisieren gilt. Wenn Schurr den Überblick hat, soll ein touristisches Gesamtkonzept für die Region entstehen, bei dem sich jede Gemeinde und jeder, der in der Region Zimmer und Veranstaltungen anbietet, so weit wie möglich mitgenommen fühlt. Eine Region könne sich umso besser vermarkten, je stärker alle an einem Strang ziehen, weiß Schurr. Und verweist darauf, dass alles, was im Bereich Tourismus investiert und organisiert wird, „auch immer den Menschen, die in der Region leben, zugute kommt. Und die Region hat viel zu bieten“, sagt Lea Schurr. Ein Anliegen ist es ihr auch, die Möglichkeiten, die das EU-Förderprogramm „Leader“ bis 2020 bietet, für die Region zu nutzen − eine von vielen spannenden Aufgaben, auf die sich die junge Frau freut. |add

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