Thaleischweiler / Wallhalben
Verjüngungskur an der SPD-Spitze
Für die SPD sei es wichtig, jetzt schon „die Weichen für die Zukunft zu stellen“, findet Juner. Auf der Hauptversammlung am Dienstagabend in der Festhalle in Saalstadt soll der Umbruch eingeleitet werden, denn dann stehen Vorstandswahlen an. Zwei deutlich Jüngere, die bereits dem Verbandsgemeinderat angehören, deren Namen Juner aber noch nicht nennen will, würden für den Vorsitz und den Stellvertreterposten kandidieren. „Beide wollen Verantwortung übernehmen“, sagt Juner. Je ein Kandidat komme aus der früheren Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen und aus der VG Wallhalben. „Es wird ein Paar sein, ein Mann und eine Frau“, mehr will Juner bis zur Versammlung am Dienstag nicht verraten.
Seine Angaben reichen allerdings aus, um das auserkorene künftige Spitzenduo näher einzugrenzen. Aus dem Verbandsgemeinderat kommen dann nur zwei junge SPDler infrage. Nämlich Daniela Stauch aus Rieschweiler – jung und aufstrebend –, der man einiges in der Partei zutraut, und Patrick Sema, der in Herschberg aufgewachsen ist und in Schauerberg gebaut hat.
Juner stellt sich neuen Herausforderungen
Innerparteilich sei das alles im Vorfeld abgestimmt worden. „Ich erwarte keine Gegenkandidaten“, so Juner. Er selbst werde in den kommenden Monaten beruflich bei Opel in Kaiserslautern stärker eingebunden sein und wolle dann parteipolitisch kürzer treten. „Ich bin kürzlich Opa geworden“, da gebe es auch noch andere Herausforderungen für ihn. Auch seine beiden Stellvertreter im Gemeindeverband, Rolf Gries aus Winterbach und Gerhard Weis aus Thaleischweiler-Fröschen, würden sich nicht mehr für die Spitzenämter bewerben. Rolf Gries habe eine neue Zusatzaufgabe, weil er den örtlichen Sportverein übernommen habe. Deshalb wolle er nun kürzertreten.
Verbandsbürgermeisterwahl: Juner für Herbst 2021
Die beiden Neuen an der Spitze sieht Juner als Hoffnungsträger: „Sie sollen zeigen, wohin es künftig mit der SPD geht.“ Einen von beiden kann er sich gut als Kandidaten für den Posten des Verbandsbürgermeisters und damit als Herausforderer von Verbandsbürgermeister Thomas Peifer vorstellen. Ob 2022 oder doch schon im kommenden Jahr, werde sich ergeben. Er selbst, so Juner, plädiere für eine vorgezogene Verbandsbürgermeisterwahl am Tag der Bundestagswahl im Herbst 2021. „Das ist einer der frühestmöglichen Wahltermine.“
Bei der Versammlung am Dienstag stehen nicht nur Vorstandswahlen auf dem Programm. Die SPD-Wahlkreiskandidatin für den Landtag, die 28-jährige Zweibrückerin Rebecca Wendel, wird sich den Delegierten vorstellen. Der Gemeindeverband werde die junge Frau unterstützen, sagt Jörg Juner.