Petersberg Veranstalter Jäkel-Event will sich niederlassen
Fast zwei Jahre lang, bilanzierte Harald Jäkel, sei die Firma zur Tatenlosigkeit verurteilt worden, habe im Prinzip ein Berufsverbot gehabt. Hauptgrund: Corona und die Folgen. Große Veranstaltungen, die die Event-Firma bestritten hat, fanden kaum statt. Sollte es im Event-Bereich jetzt pandemiebedingt wieder besser werden, zeichnen sich bereits neue enorme Probleme dort ab: der Krieg in der Ukraine und daraus resultierend zum Beispiel die exorbitant gestiegenen Spritkosten. An die deutsch-holländische Grenze fahren, um dort bei einem Markt präsent zu sein, „ist für uns im Grunde nicht mehr darstellbar bei diesen Kosten“, sagte Jäkel, als er am Donnerstag den Petersberger Rat vorab über sein Ansinnen informierte.
Die Gemeinde Petersberg steht dem Vorhaben positiv gegenüber. Der erste notwendige Schritt ist aber, dass die Kreisverwaltung Südwestpfalz dieses Vorhaben genehmigt. Diese Aussage von Bürgermeister Alexander Raquet unterstrich auch Jäkel: „Wir müssen zuerst mit der Kreisverwaltung sprechen.“
Von bisherigen Veranstaltungen bekannt
Tennisplatz, Gastronomiebereich – Gastronomie dort ist genehmigt – sollen erhalten werden. Baulich werde sich nichts verändern, abgesehen davon, dass Sanierungsbedürftiges wieder hergerichtet wird. Das ist eine Menge.
Das Unternehmen verfügt über verschiedene Einrichtungen, wie ein 1000 Quadratmeter großes Zelt, eine zweistöckige Almhütte, einen Hubschrauber, der als Bar genutzt wird, und vieles mehr. Diese könnten abwechselnd auf dem Tennisplatz aufgebaut werden. Viele dieser Einrichtungen sind von zahlreichen Events bekannt, bei denen die Jäkels dabei waren, die sie ganz oder teilweise organisiert haben. Zum Beispiel in Pirmasens Veranstaltungen wie den City-Beach im Sommer, die Tage der Provence oder den Novembermarkt. Das Unternehmen betreibt auch die Außengastronomie am Outlet in Zweibrücken.
Ein fester Standort für Veranstaltungen
Es sei absehbar, dass es schwierig bleibe, von Veranstaltung zu Veranstaltung zu fahren, verdeutlichte Jäkel. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wolle man einen festen Standort haben, an dem auch immer Events stattfinden können. Ein Grundstück im Dahn habe man sich angeschaut, das sei aber nicht erschlossen.
Das Gelände in Petersberg hingegen sei ideal. Gastronomie sei vorhanden, auf dem früheren Tennisplatz ließen sich die vorhandenen Bauten des Unternehmens, wie das Zelt, die Almhütte, abwechselnd aufbauen und für Feiern nutzen. Egal ob Oktoberfest, Hochzeit, Geburtstag, Seniorennachmittage, Wohnmobil-Dinner, Beach-Partys – alles sei möglich. Ihm schwebe sogar das Thema Autokino vor, sagte Harald Jäkel. Das Gelände sei eingezäunt, Zugangskontrollen seien problemlos möglich. Und ein weiterer Vorteil für die Firma: „Es ist nicht weit weg von Zweibrücken“, so Jäkel.
Auch Zufahrt ist zu klären
Zu klären wäre sicher das Thema Zufahrt, gab Raquet zu bedenken, dass der Weg zum Tennisplatz – in Hochzeiten des Tennissports war es die Anlage des TC Dreiherrenstein Petersberg gewesen – zu 90 Prozent der Verbandsgemeinde gehöre. Entscheidender sei, was die Kreisverwaltung dazu sage. Da hatte es in früheren Jahren schon Diskussionen gegeben, ob das Gelände im Außen- oder Innenbereich liegt. Eine Wohnung im früheren Tennisheim war vor einigen Jahren abgelehnt worden. Kommen vom Kreis positive Signale, machte der Rat deutlich, dass er der Idee positiv gegenüberstehe.