Kreis Südwestpfalz Unter dem Grenzwert

Placeholder-Image

Bei Stichproben aus dem Abwasserstrom, der vom Flugplatz Ramstein in die Kläranlage Landstuhl einfließt, sind bislang keine krebserregenden perfluorierten Tenside (PFT) gefunden worden, wohl aber im Klärschlamm. „Doch die Werte im Schlamm liegen deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert“, teilte Peter Degenhardt , Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl, mit.

Auf der US-Air Base in Ramstein war in zwei Brunnen eine „lokal begrenzte Belastung“ mit PFT im Grundwasser festgestellt worden. Auf dem Flugplatz wurden unter anderem bei Übungen Löschschäume mit PFT eingesetzt. Da das Gelände an die Landstuhler Kläranlage angeschlossen ist, wollte die CDU-Fraktion in einer Sitzung des Verbandsgemeinderats wissen, ob dies auch Auswirkungen auf den Betrieb der Anlage habe. „Wir nehmen diese Erkenntnis zum Anlass, genau nachzuschauen“, antwortete Degenhardt. Der Klärschlamm werde auf Vorgabe der Düngemittelverordnung ohnehin regelmäßig beprobt. Da die PFT-Grenzwerte deutlich unterschritten würden, sei der Schlamm für die Landwirtschaft freigegeben. Wo die PFT-Belastung im Schlamm herkommt, ist laut Degenhardt unklar: „Da es drei Zuflüsse gibt, muss es nicht unbedingt von der Air Base stammen.“ Auch die Trinkwasserbrunnen in der VG Landstuhl sollen nun vorsorglich speziell auf PFT beprobt werden, obwohl die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd keinen Anlass zur Beunruhigung sehe. Nach Aussage der Behörde ist außerhalb der Air Base in Sachen PFT „alles im Lot“, weil dass Gelände in einer „Schüssel“ liegt und geologisch gesehen kein Wasser nach draußen fließen könne. „Trinkwasser wird normalerweise nicht auf PFT getestet. Aber jetzt machen wir das mal zur Sicherheit“, erläuterte Degenhardt. „Wir sind wachsam, auch wenn keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.“ (oef)

x