Waldfischbach-Burgalben
Supermarkt will zurück ins Dorf
Sollte der Plan scheitern, will Aldi seine bestehende Filiale in der Schorbach erweitern. Die Planung läuft. Auch Netto will seine Filiale in der Welschstraße erweitern.
Um die Erweiterung beider Filialen zu ermöglichen, wird der Ortsgemeinderat sein Einzelhandelskonzept fortschreiben. Die Kosten dafür sollen die hinter den beiden Discountern stehenden Gesellschaften übernehmen. Netto möchte die bestehende Filiale von 846 auf 1038 Quadratmeter erweitern. Raumordnerisch ist das zulässig, wenn trotz des Überschreitens der 800 Quadratmeter Verkaufsfläche keine Auswirkungen im Sinne eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes zu erwarten sind. Laut Prüfung durch die Kreisverwaltung sei dies nicht zu erwarten.
Sollte Aldi nicht in der Hauptstraße bauen können, soll die bestehende Filiale von 927 auf 1020 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Auch hier gibt es keine raumordnerischen Bedenken. Aldi favorisiert die Rückkehr in die Hauptstraße und hat dafür eine wichtige Hürde genommen. Mit den bisherigen Eigentümern der Fläche ist eine Einigung über den Verkauf erzielt worden.
Auch für diesen Standort – Aldi plant den Bau einer Filiale mit 1050 Quadratmeter Verkaufsfläche – ist eine raumordnerische Prüfung erforderlich. Auch hier hat die Kreisverwaltung bereits zugestimmt. Allerdings ist noch ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren notwendig. Das ist darin begründet, dass diese Filiale raumplanerisch als großflächiger Einzelhandel außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches einzustufen ist. Der zentrale Versorgungsbereich ist der Bereich im Ortsteil Waldfischbach, wo Lidl und Wasgau zu finden sind. Dieses Zielabweichungsverfahren ist bei der oberen Landesplanungsbehörde angesiedelt, also bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd. Bis Ende Juli wird hier mit einem Ergebnis gerechnet. Der Ortsgemeinderat wird aber auch in diesem Fall das Einzelhandelskonzept, so wie erforderlich, fortschreiben.