Dahn
Suche nach Gewerbeflächen nimmt Fahrt auf
Die Nachfrage kleinerer Gewerbebetriebe ist groß. Und weil es so viele Interessenten für den Kauf von Gewerbegrundstücken gibt, treibt die Stadt Dahn die Suche voran. Unter anderem lässt sie prüfen, ob das bestehende Gewerbegebiet „Neudahn 1“ erweitert werden kann.
Bisher besitzt die Stadt dort nur im vorderen Bereich den Festplatz. Die ins Auge gefasste Erweiterung soll im hinteren Bereich erfolgen. Dieses Geländes gehört derzeit der Landesforstverwaltung. Diese hat grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, das Vorhaben zu unterstützen. Sie hat vorgeschlagen, dass Forst und Stadt Waldflächen adäquat tauschen. Angrenzende Flächen des Staatswaldes zum Dahner Stadtwald könnten mögliche Tauschflächen darstellen.
Zufahrt aus Militärzeit vorhanden
Das heutige Gelände des Gewerbegebietes war bis Anfang der 90er Jahre ein Militärgebiet der USA. Die Fläche zur Erweiterung am Ende des bisherigen Gewerbegebiets eignet sich laut Stadtbürgermeister Holger Zwick gut, weil durch die ehemalige militärische Nutzung noch Straßen in den dortigen Waldgebieten vorhanden sind. Wasser-, Strom- und Telekommunikationsleitungen sind im bisherigen Gewerbegebiet vorhanden und müssten lediglich erweitert werden.
Der Stadtrat fasste am Dienstag einen Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Gewerbegebiets und erteilte den Auftrag zu einer Machbarkeitsstudie für 16.000 Euro. Das Gelände soll hinsichtlich Topographie und Umweltschutz untersucht werden.
Reichenbach keine Option
Die CDU-Fraktion begrüßte das Vorhaben und betonte, dass sie sich schon lange dafür stark gemacht habe. Jedoch kritisierte Georg Amberger, dass die vorgelegten Unterlagen nicht ausreichend seien, um über eine Machbarkeitsstudie zu entscheiden. Der Bürgermeister konterte mit dem Hinweis, dass dies ein Vorgehen sei, wie es in allen Räten üblich ist. Amberger vermisste Flächenangaben und Maßstäbe bei den Luftbildern.
Vor der aktuellen Planung hat die Stadt auch Erweiterungen im Industriegebiet Dahn-Reichenbach ins Auge gefasst. Hierbei wurde jedoch schnell klar, dass die dortigen Möglichkeiten begrenzt sind und die maximal zu verwirklichende Fläche nicht ausreichen würde.