Kreis Südwestpfalz Straßenlärm reduzieren

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Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates Bruchmühlbach-Miesau befassten sich am Freitag mit dem Lärm. „Wir sind durch EU-Recht gezwungen, eine Untersuchung einzuleiten“, betonte Bürgermeister Erik Emich (CDU).

Vorgestellt hat das Lärm-Gutachten Sandra Strünke-Banz vom Schalltechnischen Beratungsbüro St. Wendel. Ziel sei es, so die Fachfrau, eine Lärmminderung zu erreichen, vor allem entlang von Hauptverkehrswegen. Entsprechend den Vorgaben aus Brüssel habe ihr Büro die Berechnungen durchgeführt und ein Ergebnis erarbeitet, vor Ort gemessen wurde nicht. Im Mittelpunkt standen die Kaiserstraße in Bruchmühlbach (3050 Meter), die Bahnhofstraße in Miesau (2650 Meter) und die Miesauer Straße (430 Meter). Teilweise sei die errechnete Lärmbelastung sehr hoch, resümierte das Büro, rund 1100 Menschen seien betroffen. Lärmschutzwände seien nicht denkbar, eventuell könnten lärmmindernde Beläge zu einer Verbesserung beitragen. Kurzfristig umsetzbar sei nur eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30. Eine weitere Möglichkeit wäre weniger Verkehr, etwa der Verzicht darauf, Kinder zu Schulen und Kindergärten zu fahren. „Die ganze Studie basiert auf dem Straßenverkehr“, resümierte das SPD-Ratsmitglied Harald Hübner (Bruchmühlbach-Miesau). In unmittelbarer Nähe verlaufe die Bahnlinie, die auch Geräusche verursache. Eine Umgehungsstraße würde für Ruhe in den Orten sorgen, fügte er an. „Das Problem lässt sich kurzfristig nicht lösen, weshalb man in die Offenlegung und die Anhörung der öffentlichen Träger schreiten soll“, verlangte CDU-Ratsmitglied Jean Pierre Biehl. Einstimmig folge der Rat dieser Anregung. Die Kosten für das Gutachten belaufen sich auf 3500 Euro. Für die Freifläche im Waldwarmfreibad erwirbt die Verbandsgemeinde als Träger der Einrichtung ein Spielschiff. Dabei handelt es sich um den Ersatz für eine Spieleinrichtung, die nur mit extrem hohe Kosten saniert werden kann. Liefern soll sie ein Fachbetrieb in Hinterweidenthal für 24 038 Euro, der örtliche Bauhof installiert sie am Ende der Badesaison. Die Volksbank Glan-Münchweiler spendet dazu 4000 Euro. Der Rat stimmte einstimmig zu, Die VG hatte eine Teiländerung des Flächennutzungsplanes im Bezug auf Windkraft auf den Weg gebracht. In der Gemarkung Gerhardsbrunn waren Windenergieanlagen angedacht. Dies macht eine Änderung der Bauleitplanung erforderlich, so der Bürgermeister. Das Verfahren stand kurz vor dem Abschluss, als der Ministerrat die Abstandsflächen zur Wohnbebauung vergrößerte, die hier nicht eingehalten werden können. Aufgrund der geänderten Vorgaben sowie weiterer offener Fragen stellte der VG-Rat das Verfahren ein. Der Bürgermeister informierte die Ratsmitglieder, dass es personell bedingt mit den Stadtwerken Ramstein-Miesenbach eine Kooperationsvereinbarung geschlossen wurde, wobei es um die Erledigung von Netzarbeiten im Bereich der Stromversorgung gehe. Die Außenbeleuchtung am Wasserturm Miesau ist fertiggestellt, und im Vorjahr wurden keine Verträge zwischen der VG und Rats- oder Ausschussmitgliedern geschlossen.

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