Zweibrücken Stadt Zweibrücken wird nicht vom Kreis geschluckt
Was wie eine dröge Selbstverständlichkeit klingen mag, ist „für uns eine extrem positive Nachricht“, sagt Zweibrückens Oberbürgermeister (OB) Marold Wosnitza. „Die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände wollen die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) in Rheinland-Pfalz landesweit ausbauen“, teilt das Land mit. Da steckt für Zweibrücken eine viel wichtigere Nachricht dahinter: „Die Einkreisung ist vom Tisch“, sagt der OB und nennt Beispiele, was das heißt: Die Stadt behält die Oberhand über ihre Schulen und das Jugendamt.
Dass Zweibrücken eine eigene kreisfreie Stadt bleibt und nicht zusammen mit Pirmasens in den Landkreis Südwestpfalz integriert wird, sei nicht selbstverständlich gewesen, sagt der OB. Die Gefahr habe 2019 tatsächlich bestanden. Daraufhin hatten die beiden Städte und der Kreis eine engere Zusammenarbeit beschlossen. Dazu zählen ein gemeinsames Bafög-Amt und eine zentrale Vergabestelle –„Projekte, die gezeigt haben, dass wir zusammenarbeiten können“. Bald kämen auch noch die Verbandsgemeinden ins Boot, weil man im nächsten Schritt die Feuerwehr in den Mittelpunkt rücken werde.
Wosnitza: „Der einzelne Bürger merkt das nicht“
Weder Zweibrücken noch Pirmasens noch der Kreis würden ihre Ämter aufgeben, blickt der OB voraus. Aber innerhalb der Ämter werde es Aufgaben geben, die sich gemeinsam erledigen lassen. Wenn Leute ihre Anträge sowieso online stellen, sei es ihnen egal, wo genau die danach bearbeitet werden, findet Wosnitza. Gerade wenn das Onlinezugangsgesetz weiter umgesetzt wird und noch mehr Dinge online funktionieren und die Zweibrücker dafür gar nicht mehr aufs Amt müssen, ließen sich die Arbeiten im Hintergrund viel eher zusammenlegen und aufteilen. „Der einzelne Bürger wird das nicht merken“, verspricht der Oberbürgermeister.