Kreis Südwestpfalz „Stadt hat überreagiert“

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Wegen des Sturm, der über die Westpfalz fegte, hat die Stadt Kaiserslautern am frühen Dienstagabend aus Sicherheitsgründen die Schließung der Oktoberkerwe angeordnet. Schäden wurden durch das Unwetter nicht angerichtet, von den Schaustellern kommt jetzt Kritik.

Der Rummelplatz in der Barbarossastadt war am Dienstagabend vorsorglich evakuiert worden. Susanne Henn-Marker vom Schaustellerverband sagt auf Anfrage, dass der Sturm eine Stunde lang geblasen habe. Auf Anordnung der Stadtverwaltung hätten die Marktleute ab 18 Uhr ihre Stände und Fahrgeschäfte geschlossen. „Wir ließen den ganzen Abend zu. Der Festplatz war dunkel.“ Besucher hätten Zuflucht unter überdachten Biergärten und geschlossenen Ständen gesucht. Henn-Marker wertet die Aufforderung aus dem Rathaus, die Kerwe zu schließen, als Überreaktion. Die meisten Wagen und Stände seien fest verankert und hielten etwas aus. Bereits um 19 Uhr hätten Regen und Wind nachgelassen. „Wir sind nicht geldgierig“, sagt Henn-Marker: „Den Verdienstausfall müssen wir hinnehmen.“ Am Tag danach hätten die Marktbetreiber den Platz vom Laub gesäubert. Verwunderlich findet die Vorsitzende des Schaustellerverbandes, dass im Festzelt Lössel der Betrieb am Dienstagabend weitergegangen sei. Im Festzelt gutgehen gelassen hätten es sich Mitglieder der Verwaltung, des Marktausschusses, der Parteien und des Stadtrats. (jsw)

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