Bottenbach So soll das Neubaugebiet aussehen

nbgkälblingen2bottenbach

Der grobe Plan fürs Bottenbacher Neubaugebiet „Auf Kälblingen“ steht. Eigentlich sollte das Baugebiet ganz anders aussehen.

Zehn Bauplätze, je nach Zuschnitt elf, sollen südlich des Bottenbacher Friedhofes entstehen. Der Name des Neubaugebietes: „Auf Kälblingen“. Die Bauplätze sollen zwischen 488 und 886 Quadratmeter groß sein. Erschlossen werden sie über eine Stichstraße, die vom Friedhof in Richtung nach Süden führt. Im Südosten gibt es eine große Grünfläche, die als Ausgleichsfläche fürs Niederschlagswasser genutzt werden soll. „Auf Kälblingen“ soll ein sogenanntes allgemeines Wohngebiet werden. Das heißt: Neben Wohnhäusern sind auch kleinere, nicht störende Gewerbebetriebe erlaubt – wie etwa ein Versicherungsbüro oder ein Friseursalon. Laut Plan sind derzeit Einzel- und Doppelhäuser erlaubt, aber keine Reihenhäuser.

Wirklich neu ist der Plan nicht, südlich des Friedhofes ein Neubaugebiet zu erschließen. Schon vor einigen Jahren wurde darüber diskutiert, damals aber gab es im Baugesetzbuch noch das 13-B-Verfahren. Dieses räumte die Möglichkeit ein, dass ein Plan für ein Baugebiet nicht zweimal, sondern nur einmal öffentlich ausgelegt werden muss. Zudem wurde im Zuge dieses Verfahrens die Anzahl der Bauplätze in einem Gebiet außer Acht gelassen. Somit haben viele Gemeinden für ein großes Gebiet einen Plan erstellt, die Bauplätze nach und nach erschlossen, aber nur einmal das Planungsbüro bezahlt. Die Erschließung der Grundstücke wurde damit günstiger, weil die Rechnung auf viele Häuslebauer aufgeteilt werden konnte. Die Lage hat sich mittlerweile geändert: Das 13-B-Verfahren gibt es nicht mehr, stattdessen sieht das Verfahren nun zwei öffentliche Auslegungen vor, und seitens des Gesetzgebers wird darauf geachtet, dass eine Gemeinde nicht seine maximale Anzahl freier Baugrundstücke überschreitet.

Ortsbürgermeister: Interesse an Bauplätzen da

Aus diesem Grund wird es in Bottenbach etwas länger dauern, bis „Auf Kälblingen“ die Bauwilligen loslegen dürfen. Darüber hinaus wird es weniger Bauplätze geben, die wiederum teurer werden, da weniger Parteien die Erschließungskosten stemmen müssen.

Zudem könnte auch die Entwässerungsstrategie die Erschließungspreise hochtreiben. Grundsätzlich müssen Schmutz- und Oberflächenwasser voneinander getrennt werden, sagt Ortsbürgermeister Klaus Weber. Zudem müsse Regenwasser rückgestaut werden, um etwa im Fall eines Starkregens die Kanäle nicht zu überlasten. Das Oberflächenwasser, das „Auf Kälblingen“ anfällt, soll in die Klamm im Tal der Grillhütte eingeleitet werden. Dafür muss eine Wasserführung angelegt werden.

Weber ist sicher trotz der jüngsten Entwicklungen sicher, dass die Bauplätze verkauft werden. Einst gab es zahlreiche Interessenten, dann stiegen die Baupreise und Zinssätze kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges stark an. Einige eins Bauwillige haben ihr Interesse zurückgezogen. Mittlerweile, so Weber, ändere sich das wieder. „Der Zins geht ja auch wieder zurück und die Leute haben sich an die Baupreise gewöhnt.“

x