Reifenberg / Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel So kam die Kuh aus dem Wald zurück nach Hause

Das ist sie, die zweite Kuh, die monatelang im Reifenberger Wald umherstromerte.
Das ist sie, die zweite Kuh, die monatelang im Reifenberger Wald umherstromerte.

Seit 7. Dezember sind beide Kühe vom Hof auf der Sickingerhöhe, die Anfang Juli von ihrer Weide ausgebrochen sind und danach monatelang im Wald zwischen Reifenberg und Battweiler umherstromerten, wieder daheim. Bauer Bernd Glahn erzählt, wie er das zweite Tier auf seinem Hof eingefangen hat.

Mehrere Wochen fehlte von der zweiten Kuh jede Spur. Das erste Tier wurde im Oktober eingefangen, das zweite türmte damals. „Die Kuh ist schon acht Tage, bevor ich sie eingefangen habe, bei uns gesehen worden“, erzählt der Bauer vom Rupperthalerhof bei Contwig. „An dem Donnerstagmorgen hat sie dann gegen 8.30 Uhr plötzlich bei mir im Hof gestanden“, berichtet Glahn. Dem Landwirt war sofort klar, dass das Tier keine seiner Kühe ist. „Meine haben keinen weißen Kopf, die da schon“, berichtet Glahn.

Als vernetzter Bauer wusste Glahn sofort, dass die Kuh in seinem Hof den Bauern-Kollegen von der Sickingerhöhe gehört. „Ich habe die Kuh dann mit dem Lasso eingefangen, sie in den Treibhänger gebracht und die Besitzer angerufen“, schildert er. Die Landwirte holten die Kuh dann ab und brachten sie nach der monatelangen Flucht nach Hause.

Mit dem zweiten eingefangenen Tier endete damit die monatelange „Kuh-Geschichte“ in Reifenberg. Dass die beiden Rinder so lange im Wald umherwanderten, sorgte für reichlich Schlagzeilen und Diskussionsstoff im Dorf. Sogar das Fernsehen war da und drehte einen Bericht. Mehrere Einfangversuche schlugen damals fehl. Und die „Kuh-Geschichte“ hat für mehrere eher lustige Momente gesorgt. So hat zwischenzeitlich sogar ein Tierfänger bei Reifenbergs Bürgermeister Pirmin Zimmer angerufen, der die Kühe mittels einer speziellen Melodie, gespielt auf der Schalmei, aus dem Wald herauslocken wollte.

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