Pirmasens-Land
Sinkender Wasserverbrauch treibt Preis in die Höhe
Im kommenden Jahr sollen die Einwohner der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land 24 Cent je Kubikmeter Wasser mehr bezahlen, die Verbrauchsgebühr soll auf 2,29 Euro je Kubikmeter (2024: 2,05 Euro) steigen. Der wiederkehrende Beitrag steigt um fünf Prozent, er ist abhängig von der Grundstücksgröße.
Der Grund für die Erhöhung der Wassergebühren liegt im rückläufigen Verbrauch. Während die Fixkosten nahezu konstant bei 1,8 Millionen Euro liegen, sinken die Einnahmen, weil das Wasserwerk weniger Wasser verkauft. „Die Leute werden bestraft, wenn sie Wasser sparen“, sagte Bürgermeister Klaus Weber.
Höherer Preis soll Defizit ausgleichen
Weil Verluste vermieden werden sollen, muss das Defizit über die Erhöhung des Wasserpreises ausgeglichen werden. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem 800 Quadratmeter großen Grundstück ergibt das eine Mehrbelastung von 35 Euro im Jahr. „Wir bräuchten einen Großverbraucher in der Verbandsgemeinde“, bemerkte der kaufmännische Werkleiter Alexander Röckel mit Blick auf den Wasserabsatz.
Werken machte in den vergangenen Jahren der enorm gestiegene Materialaufwand zu schaffen, insbesondere die Preissteigerungen im Zuge der Corona-Krise und des Ukraine-Kriegs belasteten das Ergebnis. Zusätzlich stiegen auch die Personalkosten. Zum 1. Januar 2025 soll ein neuer Tarifvertrag für die technisch Beschäftigten gelten, der zu einer Erhöhung der Personalausgaben um bis zu sieben Prozent führt.
Sinkende Schmutzwassermenge
Vorgesehen sind im Jahr 2025 Investitionen in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro, die über Kredite finanziert werden. Größte Maßnahmen sind der Bau eines Hochbehälters in Schweix und die Anbindung des Hochbehälters auf dem Kettrichhof an den Wasserturm in Erlenbrunn.
Im Abwasserbereich steigen die Gebühren ebenfalls, auch hier ist die sinkende Schutzwassermenge der Hauptgrund. „Weniger Wasserverbrauch bedeutet weniger Abwasser, bei gleichen Fixkosten“, bemerkte Weber. Im Gegensatz zum Wasserwerk kalkuliert die Werkleitung hier mit einem Verlust, um die Verbraucher nicht zu stark zu belasten. Die Schmutzwassergebühr steigt von 4,50 auf 4,90 Euro je Kubikmeter, der wiederkehrende Beitrag erhöht sich von 28 auf 29 Cent, die Gebühr für Niederschlagswasser wird um zwei Cent auf 57 Cent angehoben. Ein Vier-Personen-Haushalt muss dadurch künftig 50 Euro pro Jahr mehr bezahlen. Größte Maßnahme ist der Umbau der Kläranlage Salzwoog.
Der Werksausschuss stimmte den Plänen zu, die endgültige Entscheidung trifft der Verbandsgemeinderat am 11. Dezember.