Kreis Südwestpfalz Schild „Außer Betrieb“ bald an der Bürgerhalle?

Placeholder-Image

Die Sanierung der Herschberger Bürgerhalle wird immer teurer. Eine erste Zusammenstellung, was die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungssteuerung kosten wird, kommt auf mindestens 10 000 Euro.

„Die Arbeiten müssen wir ausschreiben. Wir können sie nicht einfach so vergeben“, sagte Ortschef Manfred Biedinger in der jüngsten Ratssitzung. Zudem stelle sich die Frage, „ob wir uns das überhaupt leisten können“. Biedinger verwies darauf, dass die Gemeinde jährlich 50 000 Euro für Zins und Tilgung aufbringt, um die Bürgerhalle abzubezahlen. Für die Lüftungsanlage der Halle habe die Gemeinde in diesem Jahr schon 6000 Euro ausgegeben. Jetzt gehe es weiter, ein Teil ziehe das andere nach sich, weil manches nach der Erneuerung nicht mehr passe. Dazu komme, dass auch der Mischer für das Warmwasser seit einem Jahr kaputt sei. Der notwendige Tausch würde laut Biedinger mindestens 2000 Euro kosten. „Alles in allem wären wir in diesem Jahr dann im Bereich von 70 000 Euro Kosten für die Halle“, informierte der Bürgermeister. Da die Gemeinde ein Minus im Haushaltsplan erwarte – der Entwurf liegt jetzt vor, ist aber noch nicht verabschiedet –, bleibe abzuwarten, ob überhaupt Geld zur Verfügung steht. Andererseits bleibe der Gemeinde nichts anderes übrig, als die Arbeiten an der Halle erledigen zu lassen. So wie es jetzt ist, könne es nicht bleiben. Der Gemeinderat beschloss, dass die Verwaltung die Arbeiten für die Lüftungssteuerung ausschreiben soll. Spaßeshalber wurde im Gemeinderat vorgeschlagen, die Kosten für ein Schild mit dem Aufdruck „Außer Betrieb“ ermitteln zu lassen, das an die Halle gehängt werden könnte. Für den Bereich von Herschberg in Richtung Saalstadt, etwa in Höhe des Sportplatzes, besteht der Bebauungsplan „Rechts der K 18“. Nun liegt eine Bauvoranfrage für dieses Gebiet vor, allerdings für die linke Seite, auf der sich auch der Sportplatz befindet. Bisher habe sich die Gemeinde an die Vorgaben der Planungsgemeinschaft Westpfalz gehalten und nur rechts der K 18 Baugrundstücke ausgewiesen, erläuterte Biedinger. Mit der Planungsgemeinschaft konnte noch nicht geklärt werden, ob nun auch links eine Bebauung möglich ist. Hier wird unter anderem die Nähe zum Sportplatz als Problem gesehen; in Höhfröschen musste für ein Neubaugebiet, das nahe dem Sportplatz errichtet wurde, ein Lärmschutzwall gebaut werden. Unter der Voraussetzung, dass die Planungsgemeinschaft grünes Licht gibt und sich auch die Nähe zum Sportplatz als unproblematisch erweist, stimmte der Rat für die Ausweitung des Bebauungsplans. Er werde dann auch beantragen, dass der Ortsdurchfahrtsstein in Richtung Saalstadt rückt, erklärte Biedinger. Sollte die Ausweitung des Bebauungsplans so nicht möglich sein, wird geprüft, ob ein Grundstück im Rahmen einer Ergänzungssatzung zu erschließen wäre. Eine Erschließung wäre einfach, da alle Anschlussleitungen bereits vorhanden seien. Die Gemeinde Herschberg meldet Bedarf für eine Buswartehalle an. Sie soll im Bereich des früheren Forsthauses auf Gemeindegelände gebaut werden. Das würde den Nutzern der unweit gelegenen Bushaltestelle die Möglichkeit eröffnen, im Trockenen zu warten. Herschberg kann dem steigenden Bedarf an Ganztagsplätzen im Kindergarten gerecht werden. Eine überplanmäßige Erhöhung um zwei Ganztagsplätze wurde genehmigt. (add)

x