Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Schüleraustausch zunächst nur virtuell

Die IGS in Waldfischbach-Burgalben und die europäischen Partnerschulen können sich aktuell Coronabedingt nur virtuell austausche
Die IGS in Waldfischbach-Burgalben und die europäischen Partnerschulen können sich aktuell Coronabedingt nur virtuell austauschen.

Andere Länder, Kulturen und Menschen kennenlernen: Die Freude bei der Integrierten Gesamtschule Daniel Theysohn (IGS) war groß, als sie jetzt zum ersten Mal in das EU-Programm Erasmus plus aufgenommen wurde, das genau das fördert. Auch wenn wegen der Corona-Pandemie der Austausch erst einmal virtuell organisiert werden muss.

Dass persönliche Austauschbesuche derzeit nicht möglich sind, „war für uns kein Grund die Teilnahme abzusagen. Im Gegenteil, wir haben gesagt, jetzt erst recht“, erklärt Stefanie Müller, die die Projektteilnahme initiiert hat. Mit ihren Projektkollegen an der IGS, Sebastian Geibel-Emden und Christine Huwer, ist sie sich einig: „Das lohnt sich in jedem Fall“. Den internationalen Austausch gibt es, „und wir sind optimistisch, dass wir im Rahmen des Projektes auch noch die Gelegenheit bekommen, unsere Projekt-Partnerschulen zu besuchen“, ergänzt Müller.

Die internationalen Beziehungen der Schule wieder stärken, den Schülern die Chance bieten, wichtige Auslandserfahrungen zu sammeln, die europäischen Nachbarn kennen- und verstehen lernen, „das war die ursprüngliche Motivation, uns zu bewerben“, sagt Müller. Den Austausch mit der Schule im englischen Brigg gibt es nicht mehr. Der Schüleraustausch mit der französischen Partnerstadt Carentan lässt sich mit unregelmäßig beschreiben.

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Erst einmal Austausch auf virtueller Ebene

Dass Corona genau den Punkt „persönlicher Austausch“ nahezu unmöglich macht – das im Oktober vorgesehene Kennenlerntreffen der beteiligten Lehrer musste abgesagt werden – „ist schade“, bestätigt Müller. Internationaler Austausch auf virtueller Ebene ist erst mal angesagt.

Dass im Laufe des zweijährigen Projektes noch Auslandreisen möglich sein werden, Schüler aus anderen Nationen die IGS besuchen können, darauf setzen Matthias Schweitzer, Emilie Huwer und Amelie Faust, die die achte und neunte Klasse der IGS besuchen und sich für das Erasmus-Projekt begeistern. „Wäre schön, wenn das noch klappt“, hoffen sie unisono auf die Chance, Schüler aus den Partner-Projektschulen in Trakai (Litauen), Patras (Griechenland), Malaga (Spanien) und Potenza (Italien) persönlich und nicht nur via Video-Chat kennenzulernen.

Nachhaltigkeit als Thema gesetzt

Die IGS ist koordinierende Schule, also federführend und hat das Thema gesetzt, an dem die fünf beteiligten Schulen in den kommenden zwei Jahren gemeinsam arbeiten werden: Nachhaltigkeit. Für Matthias Schweitzer mit ein entscheidender Grund, warum er sich im Erasmus-Projekt einbringt. „Mit den Folgen des Klimawandels sind wir alle konfrontiert. Es ist interessant und wichtig zu erfahren, wie das für die Schüler in den anderen Ländern ist“, sagt er. Ideenaustausch, gemeinsam Lösungen finden, sind zentrale Projektpunkte, die auch virtuell funktionieren. Wobei alle bestätigen, dass es die schönere Erfahrung sein wird, wenn gemeinsam mit internationalen Gästen Müll im Pfälzerwald oder an einem der 16 Strände im spanischen Malaga gesammelt wird.

Vorzeigeprojekt Ackerschule

Das Projektmotto lautet also: „Schule macht Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit macht Schule“. Nachhaltigkeit spielt an der IGS bereits eine große Rolle. In Projektwochen, bei zahlreichen Aktionen steht die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt, weshalb Lehrerin Martina Stein, die sich um das Thema Nachhaltigkeit an der Schule intensiv kümmert, in engem Kontakt zur Erasmus-Gruppe steht, in den Projektteilnehmern wichtige Multiplikatoren für deren Mitschüler sieht. Ein Vorzeigeprojekt der Schule, das perfekt zum Thema passt, ist die Ackerschule der IGS. „Ideal“, sagt Katrin Graf, die sich mit ihrer Kollegin Isabell Zimmermann federführend darum kümmert. Für dieses wurde die IGS gerade mit dem ersten Preis beim Wettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung bedacht. Klimawandel und Alltagsverhalten war das Thema, dem sich die Ackerschule-Projektgruppe widmete und widmet. „Ganz sicher sind der Klimawandel, die Folgen, was man im Alltag ändern kann oder muss, wie ein Garten dazu beitragen kann Themen die auch länderübergreifend interessant sind“, sagt Graf.

Internationale Plattform für zentrale Themen

Für Schulleiterin Irmgard Bauer ist genau das eine der spannendsten Geschichten am Erasmus-Projekt: „Wir bringen Themen ein, die bei uns an der Schule ohnehin von zentraler Bedeutung sind, schaffen für diese eine internationale Plattform.“ Das funktioniert auch erst mal ohne persönliches Kennenlernen.

„Wir können mit der Arbeit im Erasmus-Programm beginnen“, unterstreicht Stefanie Müller. Corona mache den europäischen Austausch zunächst vielleicht etwas komplizierter, stoppe ihn aber sicher nicht.

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