Kröppen RHEINPFALZ Plus Artikel Sanierungskonzept in Arbeit: Kreisstraße 4 bleibt dicht

Blick von unten auf die Kreisstraße 4 im Stausteiner Wald bei Kröppen, wo die Straße nach einem Hangruthsch unterhöhlt ist. Sie
Blick von unten auf die Kreisstraße 4 im Stausteiner Wald bei Kröppen, wo die Straße nach einem Hangruthsch unterhöhlt ist. Sie ist noch bis zum Frühjahr 2025 gesperrt.

Starkregen hat auf der K4 zwischen dem Stausteinhof und Kröppen schwere Schäden verursacht. Die Straße bleibt bis Frühjahr 2025 gesperrt. Trotz Bemühungen der Verantwortlichen herrscht Unmut über die langsamen Fortschritte. Eine mögliche Lösung steht noch aus.

Seit Jahrzehnten schon wird die Sanierung der Kreisstraße 4 zwischen Trulben und Kröppen gefordert. Doch darüber erregt man sich derzeit auf der Hackmesserseite nicht, es gibt einen anderen Grund: Der Starkregen am Abend des 17. Mai hat der Kreisstraße im Bereich des Stausteiner Waldes gehörig zugesetzt. Auf Drängen von Kröppens Ortsbürgermeister Steffen Schwarz kam es am 2. August zur öffentlichen Mitteilung des Landesbetriebs Mobilität (LBM), dass die Straße zwischen dem Stausteiner Hof und Kröppen voraussichtlich bis im Frühjahr 2025 gesperrt bleiben muss.

Der Meldung vorausgegangen waren Aktivitäten eines Kröpper Bürgers, von Schwarz und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, Klaus Weber. Schwarz wirft dem LBM fehlende Sensibilität vor und verweist auf die Tatsache, dass vor Ort an der Schadensstelle nichts getan wurde außer Absperrungen aufzustellen. Etwas oberhalb der Haarnadelkurve, schon nahe des Tales, war es durch den Starkregen zum Hangrutsch gekommen, wobei vom oberen Teil der Straße auf den unteren Straßenteil Erdreich, Geröll und Steine gespült wurden. „Zumindest den überspülten unteren Straßenbereich hätte man frei machen können“, sagt Schwarz.

Schwarz: Andernorts gehe es auch

In der Mitteilung des LBM über die Sperrung bis voraussichtlich Frühjahr 2025 wurde angeführt, dass entgegen der ursprünglichen Beurteilung die Schäden durch die starken Regenfälle doch massiver als zunächst gedacht seien. Daher seien größere Baumaßnahmen mit Absicherung des Hanges notwendig. Vor allem Schwarz ärgerte sich über eine mündliche Auskunft, dass es sich ja um eine wenig befahrene Kreisstraße durch einen Wald handle. Es sei ein „schlechter Witz“, dass nichts passiere, denn anderenorts habe man ähnliche Hangrutsche mit Warnbaken abgesichert, so dass eine halbseitige Befahrbarkeit ermöglicht worden sei. Als Beispiel nennt Schwarz die L482 zwischen Winzeln und der Eichelsbacher Mühle.

Unzufrieden mit der Lage, ist laut Schwarz bei der Dienstbesprechung der Ortsbürgermeister in der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land am 29. August dann Bürgermeister Klaus Weber aufgefordert worden, sich mit Landrätin Susanne Ganster in Verbindung zu setzen, damit sich an der Situation der Straße kurzfristig was verändert.

LBM prüft halbseitige Öffnung

Die RHEINPFALZ legte der Straßenmeisterei Waldfischbach-Burgalben, der Pressestelle des LBM und der des Landkreises Südwestpfalz einen Fragenkatalog zur aktuellen Sperrung der K4 vor. Gefragt wurde: „Was wird gemacht? Was kostet die notwendige Maßnahme voraussichtlich? Was sind die Gründe der langen Dauer der Sperrung bis in Frühjahr 2025? Wäre es nicht möglich, eine einseitige Befahrbarkeit ähnlich der unterspülten Straße zwischen Pirmasens und der Eichelsbacher Mühle herzustellen?

Von den gestellten Fragen wurde nur eine beantwortet. Der LBM teilte mit, dass aufgrund des Schadensbildes zurzeit eine Öffnung der K4 aus Verkehrssicherheitsgründen nicht möglich sei. Zur Wiederherstellung einer standsicheren Böschung werde derzeit ein Sanierungskonzept erstellt. Man prüfe, ob eine halbseitige Öffnung der Straße zeitnah möglich ist. „Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Breite der Gesamtfahrbahn an der Schadensstelle nur knapp vier Meter ist. Für ein gefahrloses Befahren der Schadensstelle muss mindestens eine 2,50 Meter breite standfeste Fahrbahn zur Verfügung stehen. Auch wenn die augenscheinlichen Ausbrüche unterhalb der Fahrbahn recht gering wirken, kann trotzdem die Standsicherheit der gesamten Fahrbahn nicht gewährleistet werden“, teilte der LBM mit, der für die Prüfung noch etwas Zeit benötige.

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