Kreis Südwestpfalz Ringleitung wird so langsam ’ne runde Sache

Einstimmig beschloss der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben in seiner Sitzung am Donnerstag die Zweckvereinbarung, die die Trinkwasserversorgung in allen Orten der Verbandsgemeinde (VG) Thaleischweiler-Wallhalben und Teilen der benachbarten VG Waldfischbach-Burgalben sicherstellen soll.
„Der Antrag geht jetzt nach Pirmasens an den Kreis, der ihn genehmigen muss. Und dann haben wir das Recht, die Leitungen zu bauen“, erklärte Werkleiter Joachim Becker die weitere Vorgehensweise. Die Vereinbarung wird zwischen dem Wasserzweckverband, den VG-Werken Thaleischweiler-Wallhalben und den VG-Werken Waldfischbach-Burgalben geschlossen. Wie berichtet, soll eine Ringleitung gebaut werden, über die die Orte mit Trinkwasser versorgt werden. Es geht darum, dass in den Haushalten auch dann Wasser ankommt, wenn es irgendwo eine Störung gibt. Gibt es an einer Stelle ein Leck, wird ein Schieber geschlossen, und das Wasser so umgeleitet, dass es eben aus der anderen Richtung kommt. Außerdem beschloss der Rat, dass bei Straßenbauarbeiten in Herschberg, Höhfröschen und Rieschweiler-Mühlbach Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt werden sollen. Dabei geht es um sogenannte Micro-Pipes, bei denen die Möglichkeit besteht, mit Hilfe von Abzweigungen Glasfaserkabel bis in die Haushalte zu legen. Die Verlegung von Leerrohren wird vom Land mit bis zu 80 Prozent gefördert. Dazu müssen die förderfähigen Kosten laut Beschlussvorlage aber mindestens 12 500 Euro betragen. Der VG-Rat nahm zudem Spenden an: Für die Schulferienbetreuung an der Grundschule Thaleischweiler-Fröschen spenden die Pfalzwerke und die VR-Bank Südwestpfalz in Pirmasens jeweils 200 Euro, die Sparkasse in Thaleischweiler-Fröschen gibt 500 Euro dazu. Außerdem spendet die Sparkasse in Pirmasens der VG Thaleischweiler-Wallhalben 1400 Euro für den Sickinger Mundartdichter-Wettstreit. Früher am Abend hatte der Bauausschuss Aufträge für die Sanierung der Grundschule Thaleischweiler-Fröschen vergeben. So gingen Gerüstarbeiten für knapp 22 000 Euro an die Firma Broschart aus Weselberg. Das teilte Projektleiter Thomas Schatton auf Nachfrage mit. Dachdeckerarbeiten und die Dachentwässerung übernimmt das Unternehmen Gottschall aus Thaleischweiler-Fröschen (knapp 68 000 Euro). Außerdem standen Verglasungsarbeiten für eine geplante Lichtkuppel an. Diesen Punkt setzte der Ausschuss allerdings ab, wie Schatton mitteilte. Eine Lichtkuppel sei zu teuer. „Es gibt hohe Brandschutzanforderungen. Stattdessen werden wir ein künstliches Deckenlicht anbringen.“ Durch Verwendung einer Beleuchtung anstelle von Tageslicht hoffe der Ausschuss, 15 000 Euro zu sparen. Eine weitere Auftragsvergabe für mobile Trennwände ging laut Schatton an die Firma Dorring aus der Nähe von Karlsruhe, die ein Angebot von rund 30 000 Euro vorgelegt hatte. Das Unternehmen Buchner aus Waldfischbach-Burgalben übernimmt Estricharbeiten (rund 18 000 Euro), BBR Bausanierungen aus Eppelborn-Dirmingen kümmert sich um Betonsanierungsarbeiten (25 000 Euro). Außerdem müssten die Wände des Hauptgebäudes gegen Erdreich abgedichtet werden. Die Firma Müller aus Weselberg übernimmt das für 26 000 Euro, wie Schatton mitteilte.