Kreis Südwestpfalz Rücktritt: Roth überlegt noch, ob er Sitz annimmt

ZWEIBRÜCKEN/HORNBACH. „Dazu gibt’s nichts mehr zu sagen, das Thema ist für mich durch.“ So kommentiert Bürgermeister Jürgen Gundacker den Rücktritt von Reiner Hohn aus dem Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land (wir berichteten am Samstag). Er nehme das zur Kenntnis und richte den Blick in die Zukunft, sagte er gestern. Der erste Nachrücker Heinz-Walter Roth hat sich noch nicht entschieden, ob er den ihm zustehenden Sitz annimmt.
Wie berichtet hatte Reiner Hohn (FDP) am Donnerstag vergangener Woche per E-Mail nach 25 Jahren sein Mandat im Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land niedergelegt. Er sei mit „der Stimmung und dem Stil“ im Rat nicht zufrieden. Hohn warf der großen Koalition aus SPD und CDU im Verbandsgemeinderat „Ignoranz und Arroganz“ vor und kritisierte die Ausgabenpolitik der Verbandsgemeinde (VG). Der Hornbacher Bürgermeister stört sich vor allem an dem 332 000 Euro teuren geplanten Wasserspielplatz in Contwig, der die Verbandsgemeinde selbst etwa 100 000 Euro kostet und sich danach über Eintrittsgelder tragen soll. Dazu kommt, dass Hohn seit dieser Periode nicht mehr Fraktionssprecher ist. Das Amt hat er an seinen Sohn Thomas Hohn abgegeben. Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker hatte in der Vergangenheit betont, dass der Wasserspielplatz Teil des Tourismuskonzeptes der Verbandsgemeinde ist, das bereits vor Jahren mit den Stimmen der FDP beschlossen worden sei. Er hatte zudem daran erinnert, dass auch Hornbach ein Vorzeigeobjekt besitze, das die Verbandsgemeinde unterstützt habe: das Klosterhotel. Hohns Nachrücker wäre Heinz-Walter Roth aus Hornbach. Er hat sich noch nicht entschieden, ob er den Sitz annimmt, sondern möchte erst mit der Fraktion sprechen. „Wenn die der Meinung sind, ich soll nachrücken, ist das kein Thema“, sagte er gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Er selbst sei allerdings der Meinung, dass man auch den Jüngeren die Chance geben sollte, im Rat mitzuarbeiten. Lehnt Roth ab, wäre Tino Weber, ebenfalls aus Hornbach, nächster Nachrücker. Tino Weber wird Ende des Monats 34 Jahre alt. Er ist damit ungefähr halb so alt wie Hohn (66) und Roth (65). (bfl/sbn)