Pirmasens-Land Pirmasens-Land will Tourismus-Arbeit auslagern: Rat sieht Vor- und Nachteile
Die Südwestpfalz inklusive der Städte Pirmasens und Zweibrücken sollen Teil des geplanten Touristischen Servicecenters werden. Unter der Marke Pfälzerwald will sich die Südwestpfalz vereint vermarkten, mit Ausnahme von Dahn. Der Druck vieler einzelner Werbeprospekte entfalle und auf Messen könne die Region besser wahrgenommen werden, zählte Klaus Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, als Vorteile auf. Da es eine interkommunale Aufgabe sei, hält Weber sogar eine Finanzierung über das Landesprogramm für interkommunale Zusammenarbeit für möglich, mit dem bisher nur gemeinsame Zulassungsstellen und andere Behördenbereiche unterstützt werden.
Diskutiert wurde im Verbandsgemeinderat der Umfang an Aufgaben, den die Verbandsgemeinde im Bereich Touristik an das TSC abgegeben würde. Hier plädierte Weber für die volle Integration in die Südwestpfalz-Touristik inklusive des Verzichts auf eine eigene Tourist-Info und die Vertretung bei Veranstaltungen von Verbänden wie Pfälzerwaldverein, Tourismusverband oder der Landesarbeitsgemeinschaft Pfälzerwald. Eventuell könnte einmal pro Woche noch eine Sprechstunde vor Ort erhalten bleiben. Auch die Betreuung der Vermieter von Ferienwohnungen würde dann auf das TSC übergehen.
„Ich sehe das kritisch, weil wir in dem Konstrukt untergehen“, monierte Kröppens Bürgermeister Steffen Schwarz (SPD) in der Ratssitzung. Die Region Pirmasens-Land habe nicht die großen Attraktionen wie der Rest im TSC. Schwarz bezweifelt, dass dort für Anziehungspunkte wie Westwall oder Maginotlinie ausreichend geworben werde, um die Besucher auf die Hackmesserseite zu locken.