Kreis Südwestpfalz Pilz tötet Eschentriebe

Placeholder-Image

Auf internationalen Waren-Transportwegen soll der japanische Baumpilz „Falsches Weißes Stängelbecherchen“ (hymenoscyphus pseudoalbius) nach Europa gelangt sein, wo er 1992 erstmals in Polen beobachtet wurde. In Europa zuvor unbekannt, wurde er im Frühjahr 2010 als Verursacher des Eschentriebsterbens identifiziert. Im Sommer bildet der Pilz unscheinbare Fruchtkörper, die am Boden auf herabgefallenen Eschenblättern vom Vorjahr wachsen. Die Fruchtkörper entlassen Sporen, die der Wind in die Baumkrone der Esche trägt, wo sie die Blätter infizieren. Von dort breitet sich der Pilz über die Äste ins unverholzte Mark der Zweige und Triebe aus. Wurde das Mark erfolgreich besiedelt und hat sich der Pilz im Trieb ausgebreitet, wächst er in die bereits verholzten Bereiche weiter, wo sich die Rinde verfärbt und das darunter befindliche Baumholz abstirbt; Äste fallen ab. Derart geschwächt, sind Eschen auch anderen Schädlingen wie Hallimasch und Eschenbastkäfer schutzlos ausgeliefert. Wer einzelne Eschen im Garten stehen hat, sollte herabgefallene Blätter zur Vorbeugung regelmäßig entfernen. (ghm)

x