Geiselberg RHEINPFALZ Plus Artikel Oster-Geschichte als Hörspiel: Am 24. März geht’s los

Marie Edinger gehört zu den jüngsten Sprecherinnen beim Geiselberger Hörspiel.
Marie Edinger gehört zu den jüngsten Sprecherinnen beim Geiselberger Hörspiel.

Ein großer Erfolg waren die beiden Weihnachtsgeschichten, die die Bürgerstiftung Geiselberg hat einlesen lassen, um mit einem Hörbuch-Adventskalender trotz Corona Adventsstimmung zu verbreiten. Rufe nach einer Wiederholung wurden schnell laut. Ab 24. März wird deshalb bis zum Ostersonntag eine Ostergeschichte veröffentlicht. Dieses Mal sogar als Hörspiel.

„Hosianna, Hosianna.“ Auf dem Bildschirm, vor dem Oliver Osranek sitzt, wird der Jubelruf an Gott auch bildlich dargestellt – in Form von wilden blauen Zacken. Osranek hat das Audio-Bearbeitungsprogramm geöffnet, um aus vielen Textteilen, die eingelesen und ihm und seiner Frau Regina geschickt wurden, das Hörspiel zusammenzustellen. Mal schiebt er die Zacken enger zusammen, mal zieht er sie weit auseinander, Tonspur um Tonspur wird untereinandergelegt. Schöne Übergänge werden geschaffen. Ein Hörspiel entsteht.

Regina und Oliver Osranek sind Stifter der Bürgerstiftung Geiselberg. Schon an den beiden als Hörbuch eingelesenen Weihnachtsgeschichten, die große Resonanz erfahren haben, waren sie maßgeblich beteiligt. „Ich liebe Hörbücher und Hörspiele“, sagt Oliver Osranek. Der IT-Spezialist hat im Vertrieb beruflich bedingt etliche Kilometer fahren müssen, „und dabei höre ich immer entweder ein Hörbuch oder Hörspiele“, erzählt er.

„Mein Mann würde auch gern mitmachen“

Dass er seinen Part an der Weihnachtsgeschichte schon wie ein Hörspiel gestaltet hatte, mit Geräuschen und Geräuschkulisse, „hat vielen unserer Mitleser so gut gefallen, dass sie sagten, das wollen sie beim nächsten Mal auch“, erzählt Regina Osranek. Die Arbeit am Oster-Hörspiel begann mit der Suche nach der richtigen Geschichte. „War gar nicht so einfach.“ Schließlich wurde Regina Osranek doch fündig. „David, Jona und die Geschichte von Ostern“ fand sie schön. Das Buch aus dem Kaufmann-Verlag, das Karin Jäckel (Autorin) und Milada Krautmann (Illustratorin) gestaltet haben, ist eigentlich ein Osterkalender. „Passte gut“, sagt Regina Osranek. Deshalb fragte sie beim Verlag an, ob man daraus ein Hörspiel für die Bürgerstiftung machen dürfe. Das durften die Geiselberger Hörspielmacher.

Wie bei der Weihnachtsgeschichte waren die Stimmen von Geiselbergern und Freunden gefragt. Den Satz, „mein Mann würde auch gerne mitmachen“ habe sie von mancher Sprecherin gehört, erzählt Regina Osranek. Damit alle, die wollten, ihren Beitrag zum Geiselberger Oster-Hörspiel leisten konnten, „haben wir den ein oder anderen Satz zur Geschichte noch dazugefügt“, verrät sie lachend. 26 Rollen waren zu verteilen, und es machte wieder eine bunte Mischung aus Sprechern mit, Nachbarn, Junge und Alte. Marie Edinger gehört zu den jüngsten Sprecherinnen, andere sind fortgeschrittenen Alters. In einer Ostergeschichte dürfen die Pfarrer nicht fehlen, und ökumenisch waren die beiden Geistlichen aus dem Holzland, David Gippner und Walter Becker, mit von der Partie. Auch aus Klingenmünster wurde ein Lese-Part geschickt: Christine Steinmetz, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Pfalz, hat zugestimmt, als sie gefragt wurde, ob sie nicht auch lesen will.

Sammelsurium an Tonschnipseln

Für die Rollenverteilung war Regina Osranek zuständig. „Bestimmt keine einfache Aufgabe“, zollt ihr Mann Oliver ihr Respekt. Jetzt ist erst mal er gefordert. In vielen ehrenamtlichen Stunden wird er mithilfe des Audio-Programms und seines Wissens darüber, was ein gutes Hörspiel ausmacht, aus all den Dateien, die die Sprecher geschickt haben, das Geiselberger Oster-Hörspiel fertigstellen.

Technisch ist es eine Herausforderung, denn die Sprecher haben ihre Parts in unterschiedlichen Dateiformaten zur Verfügung gestellt. Manche waren nah am Mikro, andere hörbar weiter weg. Manche lesen schnell, andere langsamer. Ein buntes Sammelsurium an Tonschnipseln. Da heißt es, die gezackten Linien auf dem Bildschirm kräftig anzupassen: mal stauchen, mal ziehen, mal Abschnitte rausschneiden und neu zusammensetzen. Das Volumen wird verstärkt oder reduziert, und alles wird mit weiteren hörbaren Elementen unterlegt. Die gibt es im Internet und können gegen eine Spende genutzt werden. „Da bekommen wir alles, was wir benötigen“, sagt Osranek. Vor allem wenn man fantasievoll damit umgeht.

Hörer macht sich mit Hirtenjungen auf den Weg

Lautstarke Jubelrufe, Schritte und vieles mehr sind zu hören. Der Hörer ist dabei, wenn sich die beiden Hirtenjungen David und Jona auf den Weg nach Jerusalem machen. Dort wird Jesus erwartet, und sie wollen dabei sein. Was sie an den Ostertagen in Jerusalem erleben, wird der Hörer in zwölf Teilen miterleben.

Damit das gelingt, muss das Hörspiel nicht nur fertiggestellt werden, es muss – in Abschnitten abrufbar – auch auf die Webseite der Geiselberger Bürgerstiftung gestellt werden. Sind Morcinczik, auch ein Stifter, und vor allem sein Sohn Pepe, der sich um die Internetseite der Stiftung kümmert, sind dann gefragt. „Das ist nicht so einfach“, sagt Oliver Osranek zu dieser technischen Aufgabe. Aber gemeinsam wollen alle am Projekt Beteiligten die Herausforderung meistern und damit vielen ein schönes Hörerlebnis zur Osterzeit bescheren.

Info

Am 24. März geht’s los mit dem Oster-Hörspiel „David, Jona und die Geschichte von Ostern“. Dann werden die ersten Teile des zwölfteiligen Hörspiels auf der Internetseite der Geiselberger Bürgerstiftung (buergerstiftung-geiselberg.de) veröffentlicht. Das Finale gibt es am Ostersonntag.
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