Rieschweiler-Mühlbach
Neuer Mehrgenerationenplatz: Dieses Jahr spielen dort noch keine Kinder
Der Spielplatz in der Wiesenstraße in Rieschweiler-Mühlbach – zwischen Angelsportheim und Schwarzbach – soll zu einem Mehrgenerationenplatz aufgewertet und erweitert werden. Klaus Feller vom Ingenieurbüro SDU hat mittlerweile schon den dritten Plan erarbeitet, wie das Areal künftig aussehen könnte. Grundsätzlich soll die Fläche des aktuellen Spielplatzes verdoppelt werden; in Richtung Schwarzbach. Manche Spielgeräte sollen ausgetauscht werden; etwa eine der Wippschaukeln, die laut Feller nicht mehr benutzbar ist. Neue Spielgeräte sollen außerdem hinzukommen. Weil es sich um einen Mehrgenerationenplatz handelt, gibt es laut Plan aber auch Attraktionen für Menschen älteren Semesters. Feller spricht von drei Outdoor-Sportgeräten, darunter eine Beinpresse und ein Kardiogerät. Für die Kinder soll es eine neue Kletterrampe samt Rutsche, ein neues Wipp-Schaukeltier und ein Baumstammmikado geben. Zudem wolle die Gemeinde auf Inklusion setzen. Feller hat deshalb zwei Inklusionsspielgeräte im Plan erfasst: ein Trampolin, das auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden kann, sowie ein inklusiver Drehring namens Supernova.
Eben jener Drehring sorgte im Gemeinderat am Mittwochabend für etwas Kritik. Der Rat befürchtete, dass die Supernova nicht von beeinträchtigten Kindern genutzt werden kann, die Probleme mit dem Gleichgewichtssinn haben. Alternativvorschlag war eine Feinmotorik-Tafel. Die wäre nicht nur etwa für beeinträchtigte Kinder, sondern könnte auch von Kleinkindern und Senioren zum Feinmotorik-Training benutzt werden.
Welcher Pavillon darf’s sein?
Neu im Plan sind zudem zwei Relaxliegen und ein Pavillon. Bei Letzterem gibt es laut Feller verschiedene Modelle. Manche seien eher für den privaten Bereich gedacht, bräuchten womöglich noch einen statischen Nachweis. Das wären Kosten, die noch mal obendrauf kommen. Apropos Kosten: Der Mehrgenerationenplatz kostet nach aktueller Schätzung 200.000 Euro. Feller gibt jedoch zu bedenken, dass die Kosten mit Blick auf die aktuelle Lage steigen könnten. 65.000 Euro kommen aus dem regionalen Zukunftsprogramm (RZN).
Der neue Mehrgenerationenplatz liegt nicht nur direkt am Radweg, sondern soll Radfahrer auch zu einer Rast einladen. Dafür soll am Eingang eine E-Bike-Ladestation samt Reparaturmöglichkeiten aufgestellt werden. Diese ist in der Kostenschätzung nicht enthalten, weil sie über einen anderen Topf bezahlt wird. Auch an Pflanzen hat Feller gedacht: fünf neue Ahornbäume. Auf die Anregung aus dem Rat, ob nicht auch Obstbäume gepflanzt werden könnten, reagierte Feller kritisch. „Fallobst ist Faulobst. Das zieht Wespen an und ist nicht gut für einen Spielplatz“, sagte er.
Ex-Ortsbürgermeister will auf die Tube drücken
Je nachdem, wie schnell sich der Rat nun für eine finale Version entscheidet, könnte der Bau des Mehrgenerationenplatzes schon im Sommer beginnen. Fertig werde die Baustelle in 2026 allerdings nicht mehr. Feller: „Diesen Sommer werden dort keine Kinder spielen.“ Rieschweilers Ex-Ortsbürgermeister und Ratsmitglied Heino Schuck appellierte an den Rat, sich nun für eine finale Version zu entscheiden. Je länger diskutiert werde, desto länger dauere es, bis der Mehrgenerationenplatz fertig ist. Auch Rieschweilers Ortschef Peter Roschy plädierte für mehr Tempo: „So groß ist das jetzt auch nicht“, meinte er.
Der Rat stimmte bei einer Enthaltung grundsätzlich dem Plan von Klaus Feller zu. Für den Drehring „Supernova“ soll noch eine andere Idee gefunden werden, die ihm dann mitgeteilt werde. Ansonsten zeigte sich der Rat mit dem Plan zufrieden.