Geiselberg
Neue Gewerbeansiedlung geplant
Das Schuhhaus Müller will in Geiselberg eine Lagerhalle mit Büros errichten, westlich des Umspannwerkes im Ortseingangsbereich zur Kreisstraße 31 hin. Hinter der Halle soll auch ein zum Betrieb gehörendes Wohnhaus gebaut werden. Das soll im Idealfall so schnell funktionieren, dass bis Ende des nächsten Jahres die Halle steht, sagte Uwe Stegner vom Planungsbüro M&S-Architekten aus Pirmasens. Denn aktuell nutzt der Online-Händler einen Teil des früheren Wasa-Gebäudes im Gewerbegebiet Schorbach in Waldfischbach-Burgalben „und platzt fast aus allen Nähten“, skizzierte Geiselbergs Bürgermeisterin Marika Vatter die Situation. Zudem gebe es einen Mietvertrag, der absehbar auslaufe, unterstrich Stegner, warum man hier nach der Lösung sucht, die einen schnellen Baubeginn möglich macht. An der Zufahrtssituation von der K 31 kommend wird sich zum Beispiel nichts ändern.
Positive Signale von Gemeinde und Pfalzwerke
Von Seiten der Ortsgemeinde gibt es die Unterstützung, die es braucht. „Es geht um eine Gewerbeansiedlung, es geht um Arbeitsplätze“, unterstrich Vatter. Die notwendige Änderung des Bebauungsplanes wurde beschlossen. Dabei geht es darum, die Nutzungsgrenze zwischen dem Sondergebiet Umspannwerk – das Werk gehört den Pfalzwerken – und dem Gewerbegebiet Seeberg so zu verschieben, dass die Halle und das Wohnhaus gebaut werden können. Mit den Pfalzwerken sei gesprochen worden, signalisierte Stegner, dass es von dort keine Probleme gibt. Umwelteinwirkungen, die mit dem Umspannwerk einhergehen, seien bekannt. Ein Schallgutachten sei angeraten und es dürfe keine bauliche Maßnahme in puncto Schallschutz erforderlich werden, die die Pfalzwerke zu zahlen hätten. Alles problemlos machbar, sagte Stegner, denn es werde so geplant, dass die Bauten zum Umspannwerk hin weitgehend geschlossen sein werden.
Wie die Bebauungsplanänderung konkret aussehen wird, das wird in den kommenden Wochen mit den betroffenen Gremien abgestimmt.
Grundsätzliches Ja zu Photovoltaik-Freiflächen
Das Umspannwerk könnte ein interessanter Faktor sein, damit auch in Geiselberg künftig regenerative Energie gewonnen und ins Netz eingespeist wird. Zum Beispiel Strom von Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Während es in den Nachbargemeinden Steinalben und Höheinöd diesbezüglich konkrete Pläne und Angebote gibt, „gibt es die bei uns nicht. Aber es melden sich immer mal Firmen, es werden immer mal Prospekte geschickt“, sagte Vatter. Sie wolle sich deshalb vom Rat das Okay holen, dass sie mit diesen Firmen, wenn konkretere Anfragen kommen, ins Gespräch gehen kann. Im Grunde sollte der Beschluss zeigen, ob der Gemeinderat Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen grundsätzlich offen gegenübersteht.
Wer es ernst meine mit der Energiewende, der müsse dafür offen sein, sagte Ratsmitglied Dierk Bohl. Für jede konkrete Planung eines solchen Bauvorhabens, auch auf privatem Gelände, werde der Rat immer gefragt sein. Es gehe nicht um einen Freifahrtsschein. Bei drei Enthaltungen gab der Rat sein Einverständnis, dass die Bürgermeisterin Gespräche mit Firmen führen darf.
Kommt Sanierungsmanager?
Geiselberg, Waldfischbach-Burgalben und Steinalben waren die drei Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, die sich ein energetisches Quartierskonzept erstellen ließen. 31.745 Euro hat das Gutachten gekostet. 5600 Euro zahlt die Gemeinde, die restlichen 85 Prozent übernehmen Bund (65) und Land (20). Der Rat müsse in einem nächsten Schritt entscheiden, ob auf dieser Basis ein Sanierungsmanager eingestellt wird. „Wenn überhaupt, funktioniert das nur, wenn die drei Gemeinden das gemeinsam machen“, sagte Vatter. Es stelle sich zudem die Frage, ob das überhaupt sinnvoll sei, angesichts der schwachen bis gar nicht vorhandenen Resonanz von Seiten der Bürger bei der Erstellung des energetischen Quartierskonzeptes.
Unterstützung gibt es hingegen in Sachen Spielplatzsanierung im Ort. Die Tischlerei Hergert aus Geiselberg hat für die defekte Kleinrutsche am Spielplatz Oberstein Material im Wert von 565 Euro gespendet.