Kreis Südwestpfalz Nachmittagsbetreuung bleibt

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Die Nachmittagsbetreuung in Maßweiler, Rieschweiler-Mühlbach, Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben wird erhalten bleiben. Das sagte Thomas Peifer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Erhalten bleiben sollen auch alle Grundschulen, allerdings könne es sein, dass Weselberg keinen neuen Schulleiter mehr bekommt.

Zwar sind die eingangs genannten Schulen bis auf Maßweiler auch Ganztagsschulen, aber das Angebot richtet sich an Kinder, die nicht die Ganztagsschule besuchen, aber dennoch nicht gleich nach Schulschluss heimfahren. In Thaleischweiler gibt es zwei Gruppen mit jeweils 37 Kindern, also insgesamt 74 Kinder, die zwölf Stunden in der Woche betreut werden. In Rieschweiler sind es eine Gruppe, 26 Kinder und vier Stunden pro Woche, in Wallhalben eine Gruppe, 22 Kinder und 2,5 Stunden freitagnachmittags, wie Werner Scheerer mitteilte, der bei der Verbandsgemeinde für die Schulen zuständig ist. Wobei nicht alle Kinder jeden Tag und die ganze Zeit betreut werden: Anders als die Ganztagsschule ist die Nachmittagsbetreuung nicht verpflichtend, und man kann früher gehen und auch nur einmal pro Woche oder im Monat kommen. Das ist vor allem in Maßweiler der Fall, wo bis auf eine Handvoll Kinder alle Schüler für die Nachmittagsbetreuung angemeldet sind: 51 Kinder. Die nutzen das Angebot aber unterschiedlich oft. In der Regel seien nur 20 bis 25 da, und die Jüngeren auch nur eine Stunde, bis 13 Uhr, sagt Schulleiterin Carmen Arnold. Bis 16 Uhr können die Kinder bleiben, von montags bis freitags, was eine wöchentliche Betreuungszeit von 20 Stunden ergibt. Das sei ein großes Zugeständnis der Verbandsgemeinde, lobt die Schulleiterin und ergänzt: „Das sichert uns auch den Standort.“ Denn der Bedarf sei da, und Maßweiler ist quasi von drei Ganztagsschulen umzingelt. Anders als in anderen Dörfern wandern wegen der Betreuung keine Kinder aus Maßweiler und Reifenberg in benachbarte Ganztagsschulen ab. Für die Betreuungskräfte und notwendige Hauswirtschafskräfte für das Mittagessen übernimmt die Verbandsgemeinde Lohnkosten von gut 52 000 Euro im Jahr. Vom Land gibt es einen Zuschuss, aber nur 8700 Euro insgesamt für alle vier Schulen. „Die verbleibenden Kosten werden alleine von der Verbandsgemeinde getragen, es werden keine Elternbeiträge erhoben“, sagt Werner Scheerer. Die Eltern zahlen lediglich das Mittagessen, und zwar nur dann, wenn das Kind auch tatsächlich in der Schule isst. Genau wie die Nachmittagsbetreuung sollen auch die verbliebenen Grundschulen in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben erhalten bleiben: „Die Schulstandorte stehen nicht zur Debatte“, sagt Verbandsbürgermeister Thomas Peifer. Allerdings rechnet er damit, dass Weselberg keinen neuen Schulleiter mehr bekommt, wenn Arnold Germann zum Ende dieses Schuljahres in Pension geht. Der habe die Altersgrenze eigentlich schon erreicht, aber dieses Schuljahr noch ein Jahr drangehängt. Möglich wäre, dass die Grundschule bleibt, aber von einer benachbarten Grundschule aus mitgeleitet wird. Was mit dem Schulhaus in Nünschweiler geschieht – dort schloss die Grundschule Mitte 2016 –, ist noch offen. Das Gebäude gehört noch der Verbandsgemeinde, bis März oder April will sich die Ortsgemeinde Nünschweiler entscheiden, ob sie es haben möchte. „So ein Haus ist ja auch ein Klotz am Bein“, spricht Peifer die Unterhaltungskosten an, die der Besitzer tragen muss. Vor einer ähnlichen Entscheidung steht die Verbandsgemeinde möglicherweise bald, wenn die Realschule in Wallhalben in dreieinhalb Jahren ausläuft und der Kreis das Gebäude abgeben will. „Wir werden sicherlich versuchen, eine Folgenutzung zu finden“, sagt Peifer. Die Verwaltung wird dort nicht einziehen. Diesem Vorschlag von Martin Eichert (FWG) hat der Bürgermeister schon in der Ratssitzung in der Woche vor Weihnachten eine Absage erteilt. Aber Peifer nennt als Idee ein Pflege- oder Ärztezentrum: „Vielleicht ist in dieser Richtung was zu machen.“ Er erinnert an die Einkaufsmöglichkeiten und die Ärzte in Wallhalben und nennt die Lage am Mühlenweg als Vorteil. „Als Traum hätte ich ja gerne eine Landesbehörde hierher“, sagt er und verspricht: „Wir werden uns darum bemühen.“ Das Wallhalber Gebäude nutzt derzeit auch die Grundschule in Thaleischweiler, die derzeit umgebaut wird. Wegen des Transports gab es anfangs einige Probleme, mittlerweile sei es aber unproblematisch, sagt der Verbandsbürgermeister. Bis zum neuen Schuljahr sollen Sanierung und Anbau fertig sein. Auf jeden Fall sollen die Grundschüler ab August wieder in Thaleischweiler unterrichtet werden, selbst wenn nicht alles fertig sein sollte, etwa die neue Mensa. Dann könnten die Kinder wie vor dem Umbau noch für ein paar Wochen bei der Feuerwehr essen. |bfl

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