Rieschweiler-Mühlbach RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Plotter und 3D-Drucker in die Selbstständigkeit

Jennifer Lee-Elig baut eine sogenannte Explosionsbox zum Thema Schokolade zusammen. Hier klebt sie gerade einen ihrer selbst geb
Jennifer Lee-Elig baut eine sogenannte Explosionsbox zum Thema Schokolade zusammen. Hier klebt sie gerade einen ihrer selbst gebastelten Kekse aus Modelliermasse fest.

Wer individuelle, von Hand gestaltete Geschenke sucht, der kann bei Jennifer Lee-Elig fündig werden. Denn sie stellt nicht nur sogenannte Explosionsboxen her, sondern bedruckt eigentlich alles, was ihr in die Finger kommt – egal, ob T-Shirt, Auto oder Holzkiste.

„Ich habe schon immer gerne gebastelt“, erzählt Jennifer Lee-Elig. Ob Dekoartikel aus dem Internet oder Zierde für die Geburtstagsparty der Tochter: Mit Schere und Kleber hat sich die 31-Jährige an jede Herausforderung gewagt. Im vergangenen Jahr kam ihr dann der Gedanke, sich einen Schneideplotter anzuschaffen. Mit dem Gerät können Schriftzüge oder Bilder aus verschiedenen Folien ausgeschnitten und auf anderen Materialien angebracht werden. Lee-Elig benutzt ihren Plotter beispielsweise, um selbst entworfene Designs mit der Presse auf Textilien aufzutragen oder Pappe für ihre dreidimensionalen Karten zurechtschneiden.

Alles, was sich beschriften lässt

„Mittlerweile beplotte ich eigentlich alles, was sich irgendwie beschriften lässt“, erzählt Lee-Elig. Von T-Shirts über Holzkisten und Schilder bis hin zu Schlüsselanhängern: Mit etwas Kreativität sei das kein Problem, sagt sie. Von ihrem Mann Marco wurde sie letztendlich motiviert, als Kleinunternehmerin mit dem Namen „Plotterlee“ in die Selbstständigkeit zu gehen. Denn nach der Elternzeit sei es während der Pandemie sehr schwer gewesen, wieder einen Job zu finden. „Wir hoffen deshalb, dass wir andere Mütter dazu motivieren können, sich selbstständig zu machen“, erklärt Marco Elig.

Eine Besonderheit im Sortiment von „Plotterlee“ sind die kleinen Explosionsboxen, die auf Wunsch vom Kunden angefertigt werden. Dabei handelt es sich um Schachteln, verschieden befüllt werden und die beim Öffnen auseinanderfallen und meist aufwendig gestaltete Innenwände preisgeben.

Präzise Detailarbeit

Hauptsächlich seien es Frauen ab 25 Jahren, die bei „Plotterlee“ bestellen. Meist kommen die Kunden mit einem bestimmten Thema zu Lee-Elig, das sie dann kreativ umsetzt. „Während des Bastelns weiß ich meistens selbst gar nicht, wie es am Ende aussehen wird“, meint die 31-Jährige. Geduld sei aber auf jeden Fall gefordert. Die Boxen sind 6,5 auf 6,5 Zentimeter groß und müssen deshalb mit Genauigkeit hergestellt werden. Die einzelnen Teile werden mit dem 3D-Drucker angefertigt, per Hand lackiert und anschließend vorsichtig in der Box platziert. Besondere Objekte stellt Lee-Elig mit Modelliermasse her. „Bei außergewöhnlichen Boxen kann es sein, dass ich manchmal drei bis vier Tage brauche, bis alles fertig ist“, erzählt die 31-Jährige.

Neben Explosionsboxen und bedruckten Textilien stellt Lee-Elig zudem individuelle Fahrzeugbeschriftungen her. Die werden erst auf dem Computer entworfen und dann mit dem Plotter zugeschnitten. In mühsamer Handarbeit muss die Folie dann „entgittert“ werden. Denn beim Ausschneiden der Folie bleibt um die Form ein Rest des Materials.

Vermarktung in Sozialen Medien

Vorgefertigte Stücke gibt es bei Jennifer Lee-Elig kaum. „Dafür fehlt mir die Zeit“, erklärt sie. Für Weihnachten will sie es aber schaffen, ein paar festliche Boxen vorzubereiten. Die seien im vergangenen Jahr gut bei den Kunden angekommen.

Ihre personalisierten Artikel bewirbt Lee-Elig hauptsächlich auf Facebook und Instagram. Dort kämen auch die meisten Bestellungen rein, stellt sie fest. Für neue Produkte hat die 31-Jährige ständig Ideen. So ist beispielsweise die „Explosive Geschenkbox“ entstanden, bei deren Öffnung Konfetti in die Luft geschleudert wird.

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