Lemberg Millionenprojekt an der Grundschule Lemberg: Gemeinden müssen mehr zahlen

2027 im Sommer könnte die Sanierung der Lemberger Grundschule beginnen.
2027 im Sommer könnte die Sanierung der Lemberger Grundschule beginnen.

Der Verbandsgemeinderat Pirmasens-Land bleibt bei seinem Plan, die Lemberger Grundschule grundlegend zu sanieren. Für alle anderen Gemeinden wird es deswegen teurer.

Im September 2023 hatte der Verbandsgemeinderat die Sanierung der Lemberger Grundschule bereits beschlossen und am Mittwoch diesen Beschluss nochmal bekräftigt. „Ein Gebäude grundlegend zu sanieren, ist besser als an vier Häusern immer mal ein bisschen was zu machen“, begründete Bürgermeister Klaus Weber die Konzentration auf die Sanierung des alten Hauptschulgebäudes mit Schwimmbad und Turnhalle. Zwei der momentan vier genutzten Gebäude könnten anschließend zum Verkauf angeboten werden. Pädagogisch ergebe es auch mehr Sinn, sich auf ein Haus zu konzentrieren. Die derzeit gesperrte Straße vor der Schule könne anschließend wieder für den Verkehr geöffnet werden, was auf Protest von Christoph Lipps (SPD) aus Lemberg stieß, der die bisherige Verkehrsregelung für besser hält.

Für die Planung der auf bis zu 8,24 Millionen Euro kalkulierten Sanierung hat die Verwaltung ein aufwändiges Auswahlverfahren durchgemacht. Vier Planungsbüros hatten sich auf die europaweite Ausschreibung gemeldet und waren nach Einreichung ihrer Angebote zu einer Vorstellungsrunde eingeladen worden. Die Bewertungskommission entschied sich für das Hamburger Büro „IWB Ingenieure GmbH & Co. KG“, das eine Niederlassung in Kaiserslautern hat. Weber hofft, dass die Ingenieure in einem Jahr die Planung erledigt haben. Wenn die Baugenehmigung durch sei, könnten im Sommer 2027 die Arbeiten starten.

Höhere Grundsteuern werden wohl nötig

„Wir müssen handeln“, betonte Weber in der Sitzung und verwies auf die Baumängel der vorhandenen Gebäude, in die es teilweise reinregne, Schimmel zu finden sei und der Brandschutz ohnehin teure Investitionen erfordere. Die Kosten werden laut Weber jedoch eine dauerhafte Erhöhung der Umlage auf die Gemeinden in Höhe von drei bis vier Prozentpunkten für die nächsten 30 Jahre nötig machen. „Das wird dann über die Grundsteuer zu refinanzieren sein“, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Harald Hatzfeld und prognostizierte entsprechend höhere Grundsteuern in allen Gemeinden der Verbandsgemeinde.

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