Bottenbach LED-Straßenlaternen: Der Ortsbürgermeister ist sauer
„Das ist das unendliche Thema. Eigentlich ist es ein Skandal“, kritisierte Bottenbachs Ortsbürgermeister Klaus Weber in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Vor zwei Jahren hat er einen Förderantrag für die Umstellung auf LED-Straßenlaternen in seinem Dorf gestellt. Bislang habe es darauf keine Antwort gegeben. Und weil der Förderantrag noch immer in Bearbeitung ist, durften die Bottenbacher nicht mit dem Tausch der Straßenlaternen beginnen. Die Folge: Noch immer brennen die alten Stromfresser.
Weber macht das sauer. LED-Straßenlaternen amortisieren sich nach vier Jahren − sie verbrauchen weniger Strom, die geringeren Stromkosten haben dann die Investitionskosten ausgeglichen. Weil die LED-Lampen bislang aber nicht verbaut werden dürfen, bezahle Bottenbach mehr für Strom.
Nimmt die Geschichte bald ein Ende?
Jetzt scheint wohl ein Ende der Warte-Partie in Aussicht. Weber erwartet im Oktober eine Zu- oder Absage für seinen vor zwei Jahren gestellten Förderantrag. Zwischenzeitlich wurde sogar ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen. Diesem will sich die Gemeinde nun anschließen. „Auf die paar Monate länger kommt es nun auch nicht mehr an“, sagt Weber.
Der Ortsbürgermeister hofft, dass im Frühjahr 2026 die LED-Laternen verbaut werden können und dass ab dann Strom eingespart wird. Der Ärger bei ihm bleibt jedoch: „Das ist ein typisches Beispiel, was bei uns im System falsch läuft. Die Lampen könnten seit zwei Jahren schon brennen.“