Herschberg / Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Lea I.: Erst Prinzessin, dann Lehrerin

Lea Schmitt ist die Regentin der Herschberger Narren.
Lea Schmitt ist die Regentin der Herschberger Narren.

„Wie in einer großen Familie“ fühlt sich Lea Schmitt bei den Herschberger Narren. Seit knapp zwei Wochen ist sie deren Regentin und hat als Lea I. das Sagen auf der Sickinger Höhe.

Dass dies so kommen würde, war nur eine Frage der Zeit: In Pirmasens geboren und in Waldfischbach-Burgalben aufgewachsen, hatte sie eine Freundin mit zum dortigen Karnevalverein genommen, wo sie mit fünf Jahren erstmals in einer Garde tanzte. Ihr Talent entwickelte sich schnell und sie durfte als Tanzmariechen ihr Können solo unter Beweis stellen.

2015 stieß sie schließlich zu den Herschberger Narren, wo sie in der Juniorengarde einsteigen konnte. „Wenn man mal gegenüberstellt, wie viele Einwohner Herschberg hat und dann sieht, wie viele Mädchen in den CHN-Garden tanzen, ist das wohl einmalig hier“, schwärmt sie von der Fasnachtsbegeisterung in dem Tausend-Seelen-Dorf. Auch das Engagement der zahlreichen Helfer, die sich bei allen Veranstaltungen einbringen, sei bewundernswert, so die 19-Jährige.

Traum geht in Erfüllung

Den Wunsch, einmal Prinzessin zu werden, hätten wohl 90 Prozent aller Tänzerinnen, ist sie sich sicher. Und nun sei dieser Traum in Erfüllung gegangen. Eine gewisse Unsicherheit angesichts der Corona-Lage sei natürlich immer vorhanden und es wäre jammerschade, wenn die CHN-Prunksitzungen als Höhepunkt einer jeden Kampagne der Pandemie zum Opfer fallen würden, meint sie. Aber in Herschberg ist man auch für diesen Fall gerüstet: „Man hat mir versprochen, dass ich noch ein Jahr dranhängen kann, wenn zu viel ausfällt.“

Sehr wohl fühlt sie sich in ihrem prächtigen Kleid und es sei ein ganz wunderbares Gefühl, wenn vor allem kleinere Kinder ganz aus dem Häuschen seien, eine leibhaftige Prinzessin zu sehen. Die erste Veranstaltung in Altenglan hat sie bereits absolviert, und nun steht mit dem in diesem Jahr etwas abgespeckten „Ball der Prinzessin“ in Blieskastel einer der ganz wichtigen Programmpunkte der Kampagne im Terminkalender.

Privat geht sie ebenfalls ihren Weg: Nach dem Abitur an der IGS Waldfischbach-Burgalben in diesem Jahr studiert sie Lehramt für Grundschule in Landau. „Dass ich Lehrerin werden will, steht schon lange fest. Als ich selbst in der Grundschule war, habe ich schon mit meiner damals drei Jahre alten Schwester Marie Schülerin und Lehrerin gespielt.“

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