Kreis Südwestpfalz Kreistag dafür, wartet aber ab

Die Gemeinschaftsschule im St. Ingberter Stadtteil Rohrbach möchte eine sogenannte Gebundene Ganztagsschule werden. Mit dem entsprechenden Antrag der Schulleitung an den Saarpfalz-Kreis will sich der Kreistag aber erst in seiner nächsten Sitzung befassen. Am Donnerstagabend wurde das Thema auf Bitte der CDU-Fraktion vertagt.
Schüler an einer Gebundenen Ganztagsschule müssen an mindestens drei Wochentagen für je mindestens sieben Zeitstunden an ganztägigen Unterrichts- und Betreuungsangeboten der Schule teilnehmen. Die saarländische Landesregierung wirbt dafür, diese Schulform häufiger anzubieten. Im Sitzungssaal der Kreisverwaltung am Homburger Forum zeigten sich am Donnerstag die Redner aller Fraktionen damit einverstanden, dem Wunsch der Rohrbacher Schule nachzukommen. Der Saarpfalz-Kreis ist deren Träger: Stimmt der Kreistag zu, hat die Kreisverwaltung die Änderung der Schulform beim Saarbrücker Bildungsministerium zu beantragen. „Auch die CDU-Kreistagsfraktion ist damit einverstanden“, betonte deren Sprecher Peter Nagel am Donnerstag. Gleichwohl bat er, den Beschluss zu vertagen: Seine Fraktion wolle zuerst noch ein Gespräch mit der Rohrbacher Schulleitung führen. Dieter Hamm (SPD) zeigte dafür wenig Verständnis: „Die Schule hat’s doch selbst beantragt. Es ist schade, dass die CDU so lange braucht, um zu einer Entscheidung zu kommen.“ Hans-Jürgen Domberg (Grüne) konnte den Standpunkt der CDU hingegen nachvollziehen: „Das Thema ist so wichtig, dass wir einen breiten Konsens im Kreistag herstellen sollten. Besser, wir warten bis zur nächsten Sitzung und fällen dann eine einmütige Entscheidung.“ In einem weiteren Beschluss des Gremiums erhielt das Kreis-Sozialdezernat den Auftrag, den Betrag von 6800 Euro an Helfer und Institutionen weiterzugeben, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, Das Geld stammt aus einem Spendenfonds des Saarlandes, das die eingegangenen privaten Spendenbeträge nach einem bestimmten Schlüssel an die Kreise im Land ausschüttet. |ghm