Kreis Südwestpfalz Kreis informiert über Blaulicht
Der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben hat am Donnerstag in seiner Sitzung in Wallhalben das neue Feuerwehrkonzept (wir berichteten am 16. und 21. Februar ausführlich) einstimmig verabschiedet. Wie der Hauptausschuss am Montag möchte der Verbandsgemeinderat die Sirenen in den Dörfern umrüsten und erhalten, sieht dies aber als Aufgabe des Bundes an. Defizite gebe es bei der Ausrüstung der Wehrleute.
Vor allem SPD-Sprecher Heino Schuck sprach einige Punkte an, die man im Auge behalten sollte. Weil es die Wehrpflicht nicht mehr gibt, müsse man „frühzeitig junge Menschen an die Feuerwehr heranführen“, um auch in einigen Jahren noch genug Feuerwehrleute zu haben. Früher konnten junge Männer, anstatt zur Bundeswehr zu gehen, über eine längere Zeit Dienst bei der Feuerwehr leisten. Außerdem gebe es Defizite bei der Ausstattung, fand Schuck und sagte: „Das beunruhigt uns etwas.“ Das Thema Kommandofahrzeug, das in der Nachbarverbandsgemeinde Zweibrücken-Land letztlich zum Rücktritt des Wehrleiters geführt hat (wir berichteten mehrfach), sei kein Fahrzeug-Problem, fand Schuck. Er griff die Forderung von Wehrleiter Borne auf, den Wehrleitern zu erlauben, an ihren Privatfahrzeugen Blaulicht und Martinshorn zu benutzen (wir berichteten am Montag). Das müsse man mit dem Kreis erörtern, da es deutlich billiger sei, so Schuck, der fragte: „Woran hängt’s denn?“ Laut Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU) ist dies nächste Woche Thema einer Bürgermeisterdienstbesprechung mit dem Kreis. FWG-Sprecher Peter Sammel sprach noch einmal den Erhalt der Sirenen an und erinnerte daran, dass man sie auch brauche, um die Bevölkerung bei einer Katastrophe zu warnen: „Es geht nicht primär um Feuerwehraufgaben.“ Bereits am Montag war der Hauptausschuss der Meinung, dass der Bund die Kosten für den Erhalt und die Umrüstung tragen müsse, die laut Borne pro Sirene bis zu 15 000 Euro betragen können. Der stellvertretende CDU-Sprecher Herbert Semmet sagte: „Letztendlich steckt dahinter eine ganze Menge Geld.“ Aber das Konzept sei „mit Augenmerk geplant“. Klaus Lorenz, Sprecher der Wählergruppe Lelle, sprach Wehrleiter Harald Borne „Hochachtung und Lob“ aus und sah die Einwohner der Verbandsgemeinde bei der Feuerwehr „in guten Händen“. Ebenfalls einstimmig beschloss der Rat den Kauf eines neuen Feuerwehrautos mit 1000-Liter-Wassertank für die Petersberger Wehr für 185 000 Euro bei einem Zuschuss von 50 000 Euro. Das neue Wappen für die Verbandsgemeinde, das Niklas Hunsicker entworfen hat (wir berichteten am Donnerstag), der es in der Sitzung auch kurz vorstellte, nahm der Rat auch einstimmig an.