Schweix
Kranke Bäume belasten die Kasse
Bei einer Überprüfung der rund 160 gemeindlichen Bäume wurde festgestellt, dass einige verkehrsunsicher sind und gefällt oder geschnitten und gekürzt werden mussten. Ortsbürgermeister Marco Maas hat deshalb zusammen mit dem Ortsbeigeordneten Andreas Lenker am 3. Juni eine Eilentscheidung getroffen, nachdem der Rat coronabedingt längere Zeit nicht mehr tagen konnte. Er erteilte der Firma Thorsten Heller aus Zweibrücken den Auftrag zum Preis von 5139,61 Euro. Da sich bei der Ausführung der Arbeiten am 13. Juni ergab, dass auf dem Friedhof zusätzliche Arbeiten notwendig wurden, erhöhte sich der Rechnungsbetrag auf 5339,61 Euro. Der Rat nahm die Eilentscheidung zur Kenntnis.
Kahlfläche soll bald aufgepflanzt werden
Nach dem Ausscheiden des Leiters des Forstreviers Hackmesserseite, Michael Betz aus Kröppen, wurde dessen Stelle nicht wieder besetzt. Das Revier wurde aufgeteilt. Schweix kam zum Revier Pirmasens, das von Thea Bernstein seit November 2019 kommissarisch geleitet wird. Der Ortsgemeinderat stimmte der Neuorganisation der Forstreviere im Forstamt Westrich zu. Damit ist der Gemeindewald Schweix jetzt Teil des Reviers Pirmasens.
In Erweiterung der Tagesordnung soll laut Maas die Kahlfläche, die durch den Einschlag der Käferfichten bei der Haarnadelkurve der Kreisstraße zwischen der Hilster Mühle und Schweix entsteht, umgehend bepflanzt werden, damit der Hang nicht ins Rutschen kommt. Dazu ermächtigte der Rat Revierförsterin Thea Bernstein, noch in dieser Woche niederwüchsige Laubbäume zu bestellen. Diese sollen dann im Herbst gepflanzt werden. Dafür entstehen voraussichtlich Kosten in Höhe von 5000 Euro. Obwohl im Forsthaushalt hierfür keine Mittel vorhanden sind, musste wegen der Verkehrssicherungspflicht der Rat dies entscheiden. Damit erhöhen sich die gemeindlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Verbandsgemeindekasse um 5000 Euro.
Laut Bernstein ist auch Gefahr in Verzug beim sogenannten „Wackenhübel“. Hier haben sich Bäume geneigt und drohen auf ein Nachbargrundstück mit Folgeschäden zu stürzen. Dem Rat lag ein Alternativangebot zur Fällung der Bäume durch die Firma Lahner Forst aus Leimen vor. Der Auftrag wurde zum kostengünstigsten Preis von 1470 Euro erteilt, wobei das durch den Einschlag gewonnene Holz in das Eigentum der ausführenden Firma übergeht. Diese Firma hatte in der Sitzung auch den Auftrag zur Fällung von Bäumen in der Brunnenstraße für 1130 erhalten. Corona verhinderte bislang den Einschlag. Maas informierte, dass im kommenden Herbst nunmehr die Firma Lahner den Einschlag ausführe, ohne dass sich die Kosten gegenüber der Auftragserteilung erhöhen.
Für eine weitere Verkehrssicherungsmaßnahme ermächtigte der Rat Ortsbürgermeister Maas zur Auftragserteilung. Er selbst habe die Treppe, die vom alten in den neuen Friedhofsteil führt, gesperrt, weil sich diese im Auflösen befinde, so Maas. Voraussichtlich würden sich die Reparaturkosten im unteren vierstelligen Bereich bewegen. Die Verwaltung wurde beauftragt, drei Angebote einzuholen. Maas soll nach Eingang der Angebote den Auftrag der preisgünstigsten Firma erteilen.
„Das handelt sich alles um nicht vorhersehbare Maßnahmen“, stellte Maas fest. „Sie müssen wir machen. Damit können wir von unserer Verschuldung nicht herunterkommen.“
Arbeitseinsatz am Samstag
Voll des Lobes über das bürgerschaftliche Engagement zeigte sich Maas bei den Informationen. Hier ging es vor allem um die Bank- und Tischpaten auf Schweixer Gemarkung, deren Einsätze Ratsmitglied Markus Müller organisierte. Alles sei wunderschön geworden, stellte Maas dazu fest. Neben Holz- und Sachspenden haben die Helfer Material im Wert von etwa 400 Euro verarbeitet, wie Müller bei der Vorstellung des Projekts informierte.
Maas lud gleich zum nächsten freiwilligen Arbeitseinsatz ein. Dieser findet am Samstag, 4. Juli, ab 9 Uhr auf dem immer noch gesperrten gemeindlichen Spielplatz statt. In erster Linie soll dort ein neues Spielgerät in Eigenleistung installiert werden. Zudem soll der Spielplatz soweit überprüft und gesäubert werden, dass einer baldigen Freigabe nichts mehr im Wege steht.
Deutsch-Französischer Kindergarten
Die VG-Verwaltung prüft derzeit die Vereinbarung über den deutsch-französischen Kindergarten mit den französischen Nachbargemeinden, deren Kinder besuchen die Kita als Vorschüler besuchen. Darüber informierte Maas den Rat. Im Februar hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Rott darauf hingewiesen, dass kein einziges Schweixer Kind mehr den deutsch-französischen Kindergarten in Liederschiedt besuche. Er wollte wissen, wie es mit der Kostenbeteiligung der Ortsgemeinde Schweix an der Einrichtung weitergeht.
Illegale Müllentsorgung
Am 19. Mai wurde am Eingang zur Hilstbach auf Schweixer Gemarkung eine größere Menge Dachpappe und Bitumenschindeln illegal entsorgt. Maas informierte, dass er die Sache bei der Kreisverwaltung angezeigt habe. Obwohl die Sache nicht hinnehmbar sei, wäre die Ortsgemeinde aus der Angelegenheit finanziell unbelastet herausgekommen. Der Kreis habe sich um die Entsorgung gekümmert, so der Ortsbürgermeister.
Zuschuss für Bücherei und Jugendfeuerwehr
In den zurückliegenden Jahren gab es für die Katholische Öffentliche Bücherei und die Jugendfeuerwehr Schweix freiwillige Zuschüsse. Sie beliefen sich auf jeweils 200 Euro, wovon durch die kommunalaufsichtliche Kürzung um 20 Prozent jeweils nur 160 Euro ausbezahlt wurden. So wird es auch in diesem Jahr gehandhabt werden.
Neuer Jagdpächter
Zum 31. März ist aus gesundheitlichen Gründen der seitherige Jagdpächter für den Teilpachtbezirk Schweix, Gerhard Winter aus Kröppen, aus dem Vertrag ausgeschieden. Er selbst hatte als seinen Nachfolger Sven Friesecke aus Vinningen vorgeschlagen. Laut Maas ist dieser zum 1. April in den laufenden Vertrag eingetreten.