Südwestpfalz / Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Knappes Votum: Neuer Vorsitzender beim MBR Südwestpfalz-Kaiserslautern

Bei der Jahreshauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsring (MBR) Südwestpfalz-Kaiserslautern übergab Hans-Dieter Bißbor
Bei der Jahreshauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsring (MBR) Südwestpfalz-Kaiserslautern übergab Hans-Dieter Bißbort (links) den Schlüssel an Marco Schnurr.

Bei der Jahreshauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsrings (MBR) Südwestpfalz-Kaiserslautern hat Hans-Dieter Bißbort den Vorsitz an Marco Schnurr übergeben.

Der Bottenbacher setzte sich im Quartier-Restaurant „Zum Hannes“ in Niederhausen mit vier Stimmen Vorsprung bei 61 Stimmberechtigten gegen Jürgen Mekelburger vom Werderhof in Contwig durch.

Schnurr, 46, Milchviehhalter und Ackerbauer vom Bergwiesenhof, gehört seit 2022 dem Vorstand an und ist seit 2024 zweiter Stellvertreter von Bißbort. Dieser konnte aufgrund der Altersgrenze gemäß Satzung mit 68 Jahren nicht erneut kandidieren. Mit Blick auf die anstehende Bundespräsidentenwahl scherzte er, dort gebe es nach oben keine Altersgrenze. Seit 2017 führte der Landwirt vom Lindenhof in Höhmühlbach den MBR und brachte die Organisation nach turbulenten Jahren wieder in ruhiges Fahrwasser. Bißbort bleibt kommunal und ehrenamtlich aktiv: Er ist Ortsbeigeordneter in Rieschweiler-Mühlbach, Vorsitzender des Heimatvereins und Jagdvorsteher. Alexander Wagner aus Lettweiler, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Maschinenringe Rheinland-Pfalz-Saar, zeichnete Bißbort mit der Silbernen Maschinenring-Ehrennadel aus.

11.000 Euro Gewinn

MBR-Geschäftsführerin Christiane Seegmüller berichtete, dass der MBR Ende vergangenes 381 Mitglieder zählte, davon rund 80 Prozent Landwirte mit insgesamt 22.266 Hektar. Der Ring erzielte 2025 einen Jahresüberschuss von rund 11.000 Euro. Die kommerzielle Tochter Agrar Service Dienstleistungen Landwirtschaft und Umwelt (ASDLU) kam durch Klärschlamm- und Grüngutverwertung, Winterdienst sowie den Verkauf von Dieselkraftstoff, Heizöl und Ad-Blue auf einen Umsatz von 2,6 Millionen Euro. Der MBR selbst erwirtschaftete 350.000 Euro. Hauptursache waren der Einsatz der beiden hauptberuflichen Betriebshelfer Hermann Oberer (Walshausen) und Marc Weber (St. Ingbert) sowie von zwei bis drei nebenberuflichen Kräften. Die Hauptberuflichen leisteten 3155 Stunden, die Nebenberuflichen 1344 Stunden. Zusätzliche Einnahmen kamen aus Grünpflege sowie der Vermietung von Schleppern und Containern.

An der Klärschlammverwertung beteiligten sich sieben Landwirte, rund 6200 Kubikmeter wurden bewegt. Die Grüngutverwertung mit knapp 3800 Kubikmetern organisierten zehn Landwirte an sieben Standorten. Im milden Winter 2025 streuten einundvierzig Landwirte 420 Tonnen Salz.

Experte empfiehlt Batteriespeicher

Als Gastreferent informierte Alexander Ehl von der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz in Koblenz über „Die Zukunft der Photovoltaik – wie geht’s weiter mit Anlagen, die keine EEG-Vergütung mehr erhalten?“. Da die feste Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nach 20 Jahren endet, empfahl Ehl die Umstellung auf Eigenverbrauch und die Anschaffung eines passenden Batteriespeichers. Die Energiebilanz lasse sich mit E-Auto und Wärmepumpe weiter verbessern.

Zudem riet er nach einem Anlagencheck zum Repowering mit leistungsstärkeren Modulen und verwies auf Förderprogramme, etwa für batterieelektrisch betriebene Landmaschinen und Ladeinfrastruktur über die Landwirtschaftliche Rentenbank. Antragsberechtigt seien neben landwirtschaftlichen Betrieben auch Zusammenschlüsse, Lohnunternehmen und Maschinenringe.

Wahlen

Vorsitzender: Marco Schnurr (Bottenbach);
Stellvertreter: Stefan Fischer (Ramstein-Miesenbach), Michael Haack (Martinshöhe);
Beisitzer: Frank Schäfer (Wallhalben), Jörg Porz (Martinshöhe), Rolf Lehmann (Contwig), Ulrich Kohl (Spesbach), Jürgen Mekelburger (Contwig), Alexander Braun (Henschtal);

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