Kreis Südwestpfalz Kirche: Abschied im Kreis Saar-Ost
«St. Wendel.»Die Auflösung des früheren Kirchenkreises St. Wendel im Jahr 2010 war für ihn ein einschneidendes Erlebnis. Morgen, Sonntag, wird der 65-jährige Gerhard Koepke, Superintendent des Kirchenkreises Saar-Ost, in einem Gottesdienst ab 14 Uhr in der Stadtkirche St. Wendel in den Ruhestand verabschiedet.
„Es war anstrengend, es hat aber auch viel Spaß gemacht“, zieht der Superintendent des Kirchenkreises Saar-Ost Bilanz. Trotz Ruhestands will Koepke Pfarrer bleiben: Er übernehme Gottesdienstvertretungen und sei „auch schon für Trauungen gebucht“. Aus Saarbrücken stammend, wohnt Koepke seit 1982 mit seiner Familie in St. Wendel – seit 1984 als Gemeindepfarrer, ab 1989 als Superintendent im damaligen Kirchenkreis St. Wendel. „Wir waren lange Zeit der kleinste Kirchenkreis in der rheinischen Kirche“, berichtet er von rund 32 000 Evangelischen in einem Kirchenkreis, zu dem auch einige Gemeinden im Landkreis Kusel gehörten. Aufgrund der demografischen Entwicklung wurden es immer weniger – zuletzt rund 25 000. Es folgte der Neuzuschnitt – zusammen mit den vorherigen Kirchenkreisen Birkenfeld und Ottweiler wurden die neuen Kirchenkreise Saar-Ost sowie Obere Nahe gebildet. 2010 wurde Gerhard Koepke zum Superintendent des neuen Kirchenkreises Saar-Ost gewählt. Dieser erstreckt sich von St. Wendel über Ottweiler und Neunkirchen bis nach Dudweiler und Saarbrücken. Im Kirchenkreis leben 52 550 Protestanten in 15 Kirchengemeinden. Die Verwaltung sitzt in Neunkirchen. Nachfolger von Gerhard Koepke in der Superintendentur wird der St. Wendeler Pfarrer Markus Karsch. Der 49-Jährige soll am 8. April ins Amt eingeführt werden.