Zweibrücken-Land
Katastrophenschutz: Notrufnummern dauerhaft ins Amtsblatt?
Zuletzt war in der Nacht auf den 9. April in der Westpfalz eine große Menge Schnee gefallen. Weil der sehr schwer war, stürzten viele Bäume um, kappten örtlich Stromleitungen und machten viele Straßen unpassierbar. Dieses Ereignis hatte die CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land bei ihrem Antrag vorigen Mittwoch in Battweiler in Sachen Katastrophenschutz im Blick. „Wiesbach war zehn Stunden ohne Strom“, sagte CDU-Fraktionschef Klaus-Martin Weber. Er regte an, im Amtsblatt dauerhaft wichtige Telefonnummern für solche Fälle zu veröffentlichen und einen Plan zu erarbeiten. „Vielleicht sollten in einem solchen Fall die Feuerwehrhäuser besetzt werden, um eine Anlaufstelle zu bieten.“
Reinhold Hohn (FDP) pflichtete bei. Solche Situationen seien nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir sollten keine Panik machen, wohl aber die Situation bedenken“, sagte Hohn. SPD-Fraktionschef Achim Scherer sagte, dass es keine Blaupause für alle Dörfer der Verbandsgemeinde gebe, wohl aber Grundsätzliches gleichbleibe, was auf alle Ortsgemeinden anwendbar sei. Fred Konrad (Grüne) möchte gern die Kommunikation in solchen Extremfällen diskutieren. „Wenn wir eine Broschüre mit allen wichtigen Telefonnummern erstellen, landet die im Papierkorb wie unsere Wahlsachen auch“, sagte er.
Katastrophenschutz-Experten einladen
Bürgermeister Björn Bernhard versprach, das Thema mit den Ortsbürgermeistern zu besprechen, vielleicht einen Katastrophenschutz-Experten dazu einzuladen. Er warnte vor Panikmache, riet aber, insbesondere den Hochwasserschutz in den Fokus zu nehmen, Stichwort Starkregenkonzept. „Starkregenereignisse werden in den nächsten Jahren zunehmen.“
Feuerwehrhäuser: Mehr Geld für Unterhalt
Die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, die Feuerwehrhäuser verantworten, bekommen für deren Unterhalt mehr Geld. Bürgermeister Björn Bernhard (CDU) berichtete von einer Untersuchung im Auftrag der Verwaltung. Dabei wurde geprüft, wie viel die Verbandsgemeindeverwaltung für die von ihr verantworteten Feuerwehrgebäude im Schnitt ausgibt – gemessen an der Quadratmeterzahl – und was die Ortsgemeinden ausgeben müssen. Ergebnis: 2,60 Euro pro Quadratmeter zahlt die Verwaltung. Was dazu führt, dass die Ortsgemeinden nun einen höheren Ausgleich bekommen. Bisher zahlte die VG im Monat 1670 Euro, rückwirkend zum 1. Januar 2022 sind es nun 3410 Euro. Im Jahr zahlt die Verwaltung den Orten so rund 20.000 Euro mehr. In Battweiler und Wiesbach hat sich die Summe etwa verdoppelt.