Kreis Südwestpfalz Kaiserslautern: Polizei findet Waffen bei Durchsuchung

Die Polizei hat am Mittwoch die Wohnung eines 27-Jährigen in Kaiserslautern durchsucht, weil der Mann in Verdacht stand, unerlaubt eine Schusswaffe zu besitzen. Beamte des Polizeipräsidiums Westpfalz kamen dem 27-Jährigen Anfang Februar bei einer Ermittlung wegen des Verdachts der Gewalt in einer engen sozialen Beziehung auf die Spur. Die Beamten wurden laut Polizeibericht von einem Spezialeinsatzkommando unterstützt. In der Wohnung fanden die Beamten zwar keine scharfe Waffe, aber zwei Attrappen und einen selbstgebastelten Nunchaku, ein asiatisches Schlagholz, das in Deutschland verboten ist. Der 27-Jährige muss mit einem Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz rechnen. Wegen versuchten Totschlags ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei gegen einen Mann aus dem Kaiserslauterer Stadtgebiet. Das haben die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und das Polizeipräsidium Westpfalz in einer gemeinsamen Pressemitteilung mitgeteilt. Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, in der Nacht zum Mittwoch einem Mitbewohner in der gemeinsamen Wohnung im Streit eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen zu haben. Das 36 Jahre alte Opfer erlitt erhebliche Schnittverletzungen am Kopf und im Gesicht. Der Mann war kurz nach Mitternacht stark blutend zur Krankenhaus-Ambulanz gekommen. Weil er keine Ausweispapiere bei sich hatte und vorübergehend nicht ansprechbar war, folgte die verständigte Polizeistreife den Blutspuren, die der Verletzte hinterlassen hatte, bis zu einem Haus im westlichen Stadtgebiet, wo das Opfer auch wohnte. Gegenüber den Polizeibeamten gab der Mitbewohner des Verletzten an, dass er bei einem verbalen Streit mit dem 36-Jährigen von diesem attackiert worden sei. Um sich zu verteidigen, habe er mit der Bierflasche zugeschlagen, die dabei kaputt gegangen sei. Er wurde über Nacht in Polizeigewahrsam genommen und am Mittwoch dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Der erließ Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. |mefr