Heltersberg Jedes Kind kann einen Hortplatz bekommen

Die 60 Plätze im Heltersberger Hort können bei Bedarf aufgestockt werden.
Die 60 Plätze im Heltersberger Hort können bei Bedarf aufgestockt werden.

Jetzt steht es fest: Jedes Kind aus den drei Holzlandgemeinden Heltersberg, Geiselberg und Schmalenberg, für das Betreuung im Hort benötigt wird, bekommt im kommenden Schuljahr einen Platz. „Wir freuen uns, dass wir jedem Kind und seinen Eltern dieses Angebot unterbreiten können“, sagt Michael Hammer, Leiter der Kita in Heltersberg, an die der Hort angeschlossen ist.

Die 60 Plätze im Hort können nach Bedarf aufgestockt werden. Bei einem Bedarfsplanungstermin gab das Landesjugendamt grünes Licht für die Ausweitung des Angebots. Die war unter anderem notwendig, weil im kommenden Schuljahr 25 Kinder neu in den Hort kommen sollen, damit die bisher geltende 60er-Marke bei den Plätzen überschritten wird. Es hatte zur Diskussion gestanden, dass möglicherweise nicht alle Kinder einen Hortplatz bekommen.

Kosten werden unter den Gemeinden aufgeteilt

Das ist nun mit dem anerkannten Bedarf durch das Landesjugendamt vom Tisch. Zuvor mussten weitere Voraussetzungen geschaffen werden. „Es haben sehr viele dazu beigetragen, dass dieses Angebot nun so unterbreitet werden kann“, sagt Hammer.

Auch über die Sachkostenverteilung war diskutiert worden. Diese Kosten hatte bisher alleine die Ortsgemeinde Heltersberg getragen. Zuletzt summierten sie sich auf 40.000 Euro. Die Gemeinden, deren Kinder den Hort besuchen, haben eine Zweckvereinbarung abgeschlossen. So beteiligen sich nun Schmalenberg und Geiselberg anteilig an den jährlichen Sachkosten. Hauptverteilungsschlüssel ist die Anzahl der Kinder aus den jeweiligen Ortsgemeinden, die den Hort besuchen.

„All das wäre aber nicht ohne die Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben möglich gewesen“, sagt Hammer. Unter anderem stellt die Verbandsgemeinde als Schulträger die Räume zur Verfügung – auch der Bedarf steigt, vor allem im Hinblick auf die Hausaufgabenbetreuung. Der Hort ist im früheren katholischen Schulhaus untergebracht, das zur Grundschule Heltersberg gehört.

Kaum Gegenliebe für Alternativen

Dass am Ende alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben, Eltern und Kindern das Hortangebot ermöglichen, „ist rundum einfach eine gute Sache“, unterstreicht der Leiter der Kindertagesstätte. Denn andere Optionen, die zur Diskussion gestanden hatten, zum Beispiel ein Ganztagsangebot an der Grundschule, stießen bei den betroffenen Familien auf wenig Gegenliebe, da sie den Betreuungsumfang, den der Hort bietet, bei Weitem nicht abdecken können.

Kinder können im Hort bereits vor Schulbeginn betreut werden. Es gibt ein Nachmittagsangebot inklusive Hausaufgabenbetreuung und Mittagessen. Und es gibt zahlreiche Mitmachangebote. Großer Vorteil des Horts: Die Einrichtung ist von Montag bis Freitag geöffnet und bis auf wenige Tage im Prinzip ganzjährig für die Kinder da. Ferien können so überbrückt werden.

Besucht ein Kind den Hort, den es seit 1975 gibt, beträgt der Elternanteil bei den Kosten monatlich 111 Euro. Die Preise staffeln sich, wenn mehrere Kinder aus einer Familie die Einrichtung besuchen. Aktuell kümmern sich sieben Mitarbeiterinnen um die Betreuung. Der Personalschlüssel richtet sich – analog zum Kindergarten – nach der Anzahl der zu betreuenden Kinder.

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