Kreis Südwestpfalz In einer Liga mit Zweibrücken, Contwig und Martinshöhe

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1975 geschah allerhand. Unter anderem wurde Papua-Neuguinea in die Unabhängigkeit entlassen, und in Spanien hat man die Monarchie wieder eingeführt. In Battweiler ist das besagte Jahr auch in Erinnerung geblieben, wurde damals doch der Pfälzerwald-Verein gegründet. Das 40-jährige Bestehen wird am Sonntag gefeiert: In der „Alten Scheune“ in Oberauerbach findet die Jahreshauptversammlung mit Ehrungen und Rückblick aufs Wanderjahr 2014 statt. Beginn ist um 11.30 Uhr.

Willi Hack, der dem Pfälzerwald-Verein (PWV) Battweiler seit 2002 vorsteht, kann derzeit einen Mitgliederstand von rund 70 Personen vermelden. Wie andere Vereine auch habe der PWV Battweiler kaum Zulauf aus der jüngeren Generation, was vor allem daran liege, dass es in ländlichen Regionen weniger Kinder gebe. „Grundsätzlich hat ein solcher Verein auch nur Anziehungskraft auf jüngere Leute, wenn schon die Eltern ein Faible dafür haben“, sagt Hack. Dass der Verein sein 50-jähriges Bestehen noch erlebt, bezweifelt Willi Hack nicht. Über die nächsten zehn Jahre hinaus solle man aber nicht denken. Mit „55 aufwärts“ beschreibt der Vorsitzende die Altersstruktur der Gemeinschaft, wobei die 55-Jährigen nur eine Handvoll der Mitglieder ausmachten. Einen Vorteil im relativ hohen Alter der meisten Mitglieder sieht Hack aber auch: Weil sie nicht mehr im Erwerbsleben stehen, hätten die Leute Zeit für den Verein. Hack nennt den Wegeausschuss als Beispiel. „Der besteht aus sechs Personen, dazu kommen Vorstandsmitglieder und andere, die helfen wollen.“ Bei der Instandhaltung von Wanderwegen könne man wegen der vorhandenen Tagesfreizeit sorgfältig vorgehen. „Dann dauert eine solche Arbeit eben zwei Tage“, erklärt Hack und spricht von einer „willigen Truppe“. Der PWV Battweiler konzentriere sich auf den ursprünglichen Vereinszweck, „das Markieren und Pflegen von Wanderwegen und die Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur der Heimatregion“. Die Liebe zur Natur stehe im Vordergrund. Willi Hack erinnert an die Motivation, damals einen Pfälzerwald-Verein Battweiler zu gründen. „Die Region war in der Hinsicht doch ziemlich unterversorgt“, sagt er. Pfälzerwald-Vereine habe es seinerzeit in Zweibrücken, Contwig und Martinshöhe gegeben, in Battweiler wollte man mit einem eigenen nachziehen. Laut Hack waren es 19 Familien, die sich 1975 zum Verein zusammenschlossen. Anfangs habe man sich mit Veranstaltungen wie Ostereiersuchen noch sehr familienorientiert gezeigt, inzwischen seien solche Aktionen aufgrund der Altersstruktur kaum noch sinnvoll. Dafür aber andere, etwa die „Andacht im Grünen“, die man zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde feiert, und zahlreiche Wanderungen im Saarland und in der Vorderpfalz. Nach dem Einsatz für den Tilemann-Stella-Wanderweg habe der PWV Battweiler jetzt das nächste Projekt vor der Brust, den Premiumwanderweg „Deutschritter-Tour“ der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. (bun)

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