Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel In den neuen Contwiger Kindergarten dringt Wasser ein

Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann rechnet mit einer Verzögerung von einem Vierteljahr.
Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann rechnet mit einer Verzögerung von einem Vierteljahr.

Der neue Kindergarten in Contwig kann nicht wie geplant Mitte August in Betrieb gehen. „Wir haben ein kleines Problem“, teilte Bürgermeister Karlheinz Bärmann mit. Mit der Corona-Krise hat das aber nichts zu tun.

„Wir wollten zum 1. August mit dem Kindergarten fertig sein“, sagt Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann. Zu diesem Termin hat die Gemeinde auch das Personal eingestellt. Am 17. August, dem Montag nach den Sommerferien, sollte der Betrieb losgehen. Daraus wird nun nichts. „Wir haben ein kleines Problem“, teilte der Bürgermeister mit. Wobei das eher Galgenhumor war, denn am Kindergarten ist „ein großes Feuchtigkeitsproblem aufgetreten“, wie er erklärte. Offenbar ist das Flachdach undicht, so dass Wasser eingedrungen ist und in der Deckenschalung Feuchtigkeitsschäden aufgetaucht sind.

„Es kann sein, dass das Dach noch mal runter muss“, sagt der Bürgermeister, der die RHEINPFALZ am Dienstagvormittag von sich aus informiert hat. Die Gemeinde hat einen Gutachter eingeschaltet. Nun folgt ein Beweissicherungsverfahren. Das heißt: Der aktuelle Stand wird dokumentiert, damit man auch später noch feststellen kann, wer den Schaden zu verantworten hat und die Kosten tragen muss. Außerdem folgt ein Sanierungsvorschlag.

Bärmann rechnet mit einer Verzögerung von einem Vierteljahr. „Unabhängig von Corona“, wie er sagt. Denn die Beschränkungen wegen der Corona-Krise hätten sich noch nicht auf die Arbeit der Firmen ausgewirkt. Möglicherweise könne es aber noch Schwierigkeiten bei der Lieferung von Material geben, deshalb sagt Bärmann zu der Verzögerung von drei Monaten auch: „Wenn uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.“

Der neue Kindergarten soll Platz für 60 Kinder bieten. Diese Zahl wird aber erst nach und nach erreicht. Laut Bärmann wird der Kindergarten erst im Mai oder Juni 2021 ausgelastet sein. Derzeit sind wegen Platzmangels 30 Kinder zusätzlich in den übrigen Contwiger Kindergärten untergebracht – 20 im evangelischen, fünf im katholischen und fünf im Kindergarten der Gemeinde in Stambach. Das Personal, das diese Notgruppen betreut, soll in den neuen Kindergarten wechseln und dann bei der Gemeinde und nicht mehr bei der Kirche angestellt sein.

Ein Teil der Kinder kommt im Sommer in die Schule, dadurch gehen die Zahlen zurück. Laut Bärmann kommen bis Oktober nach und nach zehn Kinder hinzu. Wenn nötig, wird die Gemeinde im Rathaus Platz schaffen, um dort Kinder zu betreuen.

x