Dahn In Dahn bleiben nachts die Lichter an

Fußgängerüberwege wie dieser in Dahn müssen nachts beleuchtet werden. Eine Abschaltung der Lampen ist dort nicht möglich.
Fußgängerüberwege wie dieser in Dahn müssen nachts beleuchtet werden. Eine Abschaltung der Lampen ist dort nicht möglich.

Bleiben nachts die Straßenlampen aus oder nicht? Das Thema wird immer wieder diskutiert. Zuletzt entschied der Bobenthaler Rat dafür, wegen Sicherheitsbedenken von Bürgern die Lampen wieder länger brennen zu lassen. Ein Thema war dies kürzlich auch wieder in Dahn.

Nach wie vor wird die Frage, ob die nächtliche Straßenbeleuchtung aus Umwelt- und Naturschutzgründen ausgeschaltet wird, in einigen Gemeinden des Dahner Tals diskutiert. Ob die Straßenlampen in Dahn von Mitternacht bis vier Uhr morgens abgeschaltet werden oder nicht, hatten auch die Dahner Stadträte bereits im November 2022 und zuvor im Ausschuss für Verkehr- und Stadtentwicklung beraten. Bei einer Einwohnerfragestunde in der Stadtratssitzung im Juli wurde das Thema von einer Bürgerin erneut aufgegriffen. Stadtbürgermeister Holger Zwick antwortete, dass die Lampen weiterhin brennen und erläuterte auch die technischen Hintergründe.

Technische und gesetzliche Hürden für Abschaltung

Viele Ratsmitglieder votierten damals aus Sicherheitsgründen gegen die Abschaltung. Es gab aber auch Befürworter. So wurde als Kompromiss überlegt, ob man die Hauptstraßen beleuchtet lassen kann und in den Nebenstraßen abschaltet. Nach Rücksprachen mit den Werken der Verbandsgemeinde stellte sich heraus, dass dies so nicht umsetzbar sei. Denn die Schalt- und Stromkreise sind nicht entsprechend getrennt und auch nicht so schaltbar wie von den Räten gewünscht. Die sehr sparsamen LED-Straßenlampen, die in Dahn schon seit dem Jahr 2014 brennen und die über eine automatische Dimm-Funktion in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse verfügen, sind technisch nicht dazu ausgelegt, in einer bestimmten Zeitspanne abzuschalten und später wieder einzuschalten. Eine teure Umrüstung würde laut Angaben der Werke in keinem guten Verhältnis stehen zu dem Einsparpotenzial. Für die Verkehrsteilnehmer sei es ebenfalls schwierig, wenn zwischen hellen und dunkeln Abschnitten gewechselt werden muss.

Ein weiteres Problem sind die Fußgängerüberwege. Nach mehrfacher Prüfung stellte sich heraus, dass diese und ein Sichtfeld von 100 Metern beleuchtet sein müssen, aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Auch hier gibt die Technik eine solche Trennung nicht her. Deswegen verabschiedete sich die Stadtspitze inzwischen endgültig von einer nächtlichen Teilabschaltung der Straßenlampen.

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