Contwig
Im Freizeitgebiet bereiten Müll und Vandalismus Probleme
Eine Runde Kicken im Fußballkäfig, eine Partie Tischtennis oder bloßes Entspannen auf der Wiese, während Enten vorbeiwatscheln: Das Freizeitgebiet hinter dem Contwiger Freibad bietet eigentlich alles, was jung und alt für einen schönen Sommertag benötigen. Bedauerlicherweise liegt die Betonung auf dem Wörtchen „eigentlich“, denn die Realität zeichnet ein anderes Bild. Wer seine Kinder dort Fußball spielen lässt, riskiert, dass sich die Kleinen an den Scherben zerbrochener Bierflaschen verletzen. Die Mülleimer ringsum scheinen von vielen Besuchern lediglich als Dekoration wahrgenommen zu werden, findet sich doch meist unmittelbar daneben etliches an Verpackungsmüll.
Ein Problem, das zum unschönen Zustand des Freizeitgebiets beiträgt, ist vermeintliche Tierliebe. „Es gibt Leute, die ihre Küchenabfälle auf der Wiese ausleeren, weil sie glauben, den Nutrias und Enten damit etwas Gutes zu tun“, klagt Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette. Einige Bürger sollen gar extra einkaufen gehen, um die Tiere zu füttern. Um das künftig zu unterbinden – und damit auch das unfreiwillige Anfüttern von Ratten – sollen Hinweisschilder aufgestellt werden, kündigt Brinette an.
Sanierung für kommendes Jahr geplant
Abgesehen vom Müll wirken die Geräte wenig einladend. Die Banden im Fußballkäfig sind zerkratzt und grünlich verfärbt, die Netze löchrig. „Wir versuchen, zu reparieren, aber wir kommen nicht hinterher. Wenn wir die Netze festmachen, werden sie wieder abgerissen“, so die Ortsbürgermeisterin im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Die Gemeinde wolle sich vom Vandalismus aber nicht entmutigen lassen. Für 2025 ist die Sanierung des Freizeitgebiets im Contwiger Haushalt fest eingeplant.
Doch selbst wenn das Gebiet an sich eine Frischzellenkur spendiert bekommt, bleibt das Müllproblem. „Natürlich sind wir immer bestrebt, dass so wenig Müll wie möglich herumliegt“, betont Nadine Brinette. Normalerweise solle das Freizeitgebiet mindestens einmal pro Woche von Mitarbeitern des Bauhofs auf Vordermann gebracht werden. Aber: „Bei einer so großen Gemarkung und nur bedingt vielen Mitarbeitern ist das schwierig.“
