Münchweiler / Hinterweidenthal Idylle im ehemaligen Bahnwärterhaus: Das bietet das CVJM-Freizeitheim
Die Abkürzung „CVJM“ steht für Christlicher Verein Junger Menschen. Weltweit ist der überkonfessionell christliche Verein unter dem Namen YMCA – Young Men’s Christian Association – bekannt. Das Freizeitheim, das idyllisch zwischen Münchweiler und Hinterweidenthal vom CVJM Darmstadt-Eberstadt gekauft und geführt wird, liegt keineswegs im Fokus der breiten Öffentlichkeit. Das geräumige Haus steht an der eingleisigen Bahnstrecke zwischen den beiden Dörfern in der Südwestpfalz. Das im Jahre 1873 erbaute ehemalige Bahnwärterhaus liegt zwar sehr idyllisch, aber keineswegs im Dornröschenschlaf. Es ist für 2025 fast ausgebucht. Aus der Historie auf der Webseite des Vereins ist zu erfahren, dass bereits der CVJM-Pirmasens das Gelände zwischen 1972 und 1979 für Jugendarbeit nutzte. Als dann der CVJM-Darmstadt-Eberstadt im Jahr 1983 einzog, gab es sehr viele Renovierungs- und Sanierungsarbeiten zu erledigen. Es wurde beispielsweise ein zusätzlicher 50 Quadratmeter großer Tagesraum angebaut. Für die Stromversorgung war ein störanfälliger Dieselgenerator zuständig. „Dank vieler großzügiger Sponsoren und Zuschüssen von der evangelischen Gesamtgemeinde sowie der Dreifaltigkeitsgemeinde erhielt das Freizeitheim Ende 1986 eine Stromversorgung und wurde ans Telefonnetz angeschlossen,“ informiert die Homepage.
Weitere wichtige Arbeiten zur Modernisierung waren das Anlegen einer Sammelgrube für die Abwasserentsorgung, der Einbau von Isolierglasfenster, die Grundsanierung der Küche und neue Küchenmöbel, die Dacherneuerung sowie die Sanierung der Waschräume und der Toiletten. Das Freizeitareal bietet zwei Spielwiesen an, auf denen gezeltet werden kann. Auch eine überdachte Feuerstelle mit großem Schwenkgrill und Sitzmöglichkeiten steht zur Verfügung. Im Haus selbst sind 28 Schlafplätze vorhanden. Es gibt noch ein Leiterzimmer mit zwei Betten. Alle Schlafräume sind mit Stockbetten versehen. Neben einem kleineren Tagesraum (28 Quadratmeter), der auch als Speisesaal genutzt werden kann, befindet sich im Nebengebäude der 50 Quadratmeter große Tagesraum. Hier stehen auch eine Tischtennisplatte und ein Tischfußballspiel zur Verfügung. Es gibt zwei Waschräume mit jeweils einer Dusche, drei Waschbecken und fließendem kaltem und warmen Wasser; im Haupthaus und vor dem großen Tagesraum befinden sich jeweils zwei Toiletten.
Schlafsack wird gebraucht
Für ein Wochenende sind in der Regel zwei Übernachtungen zu buchen, informiert der stellvertretende Vorsitzende Gustav Fetzer. Die Mindestbelegung liegt bei zehn Personen. Volljährigkeit ist vorausgesetzt. In der Regel sind es Gruppen oder Organisationen, die sich hier einmieten, sagt Fetzer. „Bei Familien oder nicht organisierten Freundeskreisen wird eine Haftpflichtversicherung verlangt,“ weist Fetzer hin. Die Besonderheit ist, dass man Schlafsack und Bett-Spannbetttuch mitbringen muss.
Meist sind es kirchliche Gruppen, CVJMs, Sportvereine, Musikgruppen, Familien und Freundeskreise, die das Haus belegen. „Da mindestens für zehn Personen zu zahlen ist, werden keine Einzelbelegungen nachgefragt. Höchstens wenn die Gruppe nur sieben Personen beträgt,“ informiert Fetzer. Es ist Selbstverpflegung vorausgesetzt. Hauspersonal vor Ort gibt es nicht. Man stehe in gutem Kontakt zu beiden Gemeinden, was hinsichtlich der Versorgung des Hauses unter anderem mit Strom und Wasser erforderlich sei.
Beliebte Ausflugsziele in der Nähe sind laut Fetzer der Teufelstisch, die Burg Gräfenstein, das Felsenlandbad Dahn, das Westwallmuseum in Niedersimten, das Römermuseum im Saarland, Wandern im Karlstal sowie das Besucherbergwerk Nothweiler.