Kreis Südwestpfalz Homburg: KSB-Führung rückt von Schließungsplan nicht ab

Die Geschäftsführung des Pumpenherstellers KSB will nächstes Jahr weiterhin den Werksstandort Homburg schließen und dessen Produktion an den Firmensitz in Frankenthal verlagern. Auf Anfrage berichtete dies Ralf Reinstädtler (IG Metall) aus der ersten Verhandlungsrunde der Arbeitnehmerseite mit der Firmenleitung am Mittwoch. Wie berichtet, versuchen Gewerkschaft und Betriebsrat, die KSB-Führung an zunächst vier Gesprächsterminen von den Schließungsplänen abzubringen. Ein Sachverständiger von der Saarbrücker Gutachterfirma Info-Institut legte gestern Morgen dar, dass aus seiner Sicht ein Festhalten am Standort Homburg für KSB wirtschaftlich vorteilhafter als die Schließung wäre. „Die Geschäftsführung machte am Mittwoch deutlich, dass sie keine Alternative zur Schließung sieht“, sagte Reinstädtler: „Uns kann dieser Standpunkt aber nicht überzeugen.“ Immerhin sei die Firmenleitung auf den Vorschlag der IG Metall eingegangen, die jetzt auslaufenden, auf zwei Jahre befristeten Arbeitsverhältnisse einiger Homburger KSB-Beschäftigter vorerst fortzuführen. Diese Mitarbeiter seien seinerzeit mit der Aussicht auf feste Übernahme eingestellt worden. Gestern habe die IG Metall ihre Zustimmung zu einem Sonder-Tarifvertrag angeboten, der diese Mitarbeiter so lange im Werk halten soll, bis über das Schicksal des KSB-Standorts Homburg endgültig entschieden ist – weiterhin mit dem Status als befristetes Arbeitsverhältnis. Am Montag werden die Verhandlungen fortgesetzt. (ghm)