Kreis Südwestpfalz Hetteser Knepp und Grumbeere
«Wallhalben.» Das erste touristische Großereignis der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben sind die Mühlenerlebnistage am 3. bis 5. Mai. Das zweite Großereignis, der im zweijährigen Turnus ausgetragene, weit über die Region hinaus beliebte Grumbeermarkt, steht im Oktober im Veranstaltungskalender. Über die Planungen zu diesen beiden und weiteren touristischen Projekten informierte am Donnerstag Lea Straßer, Tourismusfachfrau der Verbandsgemeinde, den Kultur- und Tourismusausschuss. Neu aufgelegt wurde der Flyer „Faszination Mühlenkultur“. Der ist im neuen Design gestaltet, nach dem künftig alle touristischen Werbemittel des Tourismusverbundes Pfälzer Mühlenland gestaltet werden sollen. Die Farbe Blau dominiert, das neue Logo ziert die Broschüren wie den Veranstaltungskalender 2019. Man habe entschieden, das Programm der Mühlenerlebnistage als Flyer zu produzieren, der in die neu gestaltete Broschüre „Faszination Mühlenkultur“, eingelegt wird. Damit lasse sich die Broschüre über die Mühlenerlebnistage hinaus zeitlos als Werbemittel nutzen. Es sei erfreulich festzustellen, sagte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer, dass die Resonanz auf die Mühlenerlebnistage gestiegen sei. Eröffnet werden diese am Freitag, 3. Mai, am Hotel „Landgrafenmühle“ in Wallhalben (wir berichteten). Es folgt eine Führung durch Wallhalben, die von Gästeführerin Hiltrud Woll mit wichtigen und spannenden Fakten zu dem Ort angereichert wird. Wer mag, kann den ersten Mühlenerlebnistag im Restaurant Katz beenden. Zum ersten Mal findet das ökumenische Abendgebet, das immer sehr viele Gäste anzieht, am Freitagabend auf der Kneispermühle statt. Eine bewusste Entscheidung, um zum zweiten religiös geprägten Veranstaltungselement, dem Bruder-Konrad-Ritt am Sonntag um 9 Uhr in Wallhalben etwas Luft zu lassen, erläuterte Straßer. Sehr gut sei, dass der Bruder-Konrad-Ritt fest in die Mühlenerlebnistage integriert werde, sagte Ausschussmitglied Christine Burkhard. Die Resonanz im vergangen Jahr, als das erfolgt war, sei sehr erfreulich gewesen. Erstmals wird der Grumbeermarkt vom Werkvolk-Fanfarenzug aus Bann eröffnet. Samstags um 13 Uhr. Um 17 Uhr soll die neue Marktgräfin Sickingen gekrönt werden. Einige Abstriche seien beim Landmarktgeschehen zu machen, da einige Beschicker passen müssen. Der Magenfahrplan stehe und auf Nachfrage bestätigte Straßer, dass es „Hetteser Knepp“ geben wird. Die Vereinsgemeinschaft Hettenhausen stemmt das Projekt wieder - in etwas reduzierter Form. Daran, dass Knepp und Kuchen zu hundert Prozent selbst gemacht sind, werde sich nichts ändern. Wie berichtet, hatten sich die Hettenhauser Landfrauen gezwungen gesehen, mit Blick aufs Alter der Mitglieder, sich aus der ersten Reihe der Organisation zurückzuziehen. Es sei aber eine Lösung gefunden worden, freut sich Straßer. Die Waldläufer sind mit einem umfassenden Programm gleichfalls wieder dabei. Am 20. Mai ist das Pfälzer Mühlenland Station einer von der Südwestpfalz-Touristik organisierten Pressereise. Den Reisejournalisten werden unter anderem Flüge ab der Pottschütthöhe geboten, um einen Überblick über die Schönheit des Mühlenlands zu ermöglichen. Apothekenmuseum Wallhalben, Waffelmuseum Maßweiler, Kneispermühle, sowie eine geführte Tour zum Wasserschaupfad sind weitere Programmpunkte, informierte Straßer. Beim Sickinger Mundartdichterwettstreit soll es Neuerungen geben. Vor allem sollen über die Schulen Nachwuchsschreiber angesprochen werden, damit die sich am Wettbewerb zu beteiligen. Dafür wird ein Schülerpreis ausgelobt. Zudem wird eine Jury des Tourismusvereins einen Preis verleihen, der vor allem den unterhaltenden Aspekt eines Beitrags würdigt. Nach wie vor steht beim Hauptpreis die Mundart als Sprache im Zentrum der Beurteilung. Dieser Jury wird erstmals RHEINPFAZ-Redakteur Thomas Büffel angehören. Die fünf Vereine, die Geld für die Jugendförderung der Verbandsgemeinde beantragt haben, müssen auf ihren Bescheid noch warten. Wegen eines Missverständnisses war der zuständige Mitarbeiter der Verbandsgemeinde, Werner Scheerer, am Donnerstag nicht bei der Versammlung. „Ohne ihn, der die Sachen vorbereitet hat, können wir nicht entscheiden“, sagte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer. Der neue Ausschuss, der sich nach den Wahlen konstituiert, werde entscheiden.