Kreis Südwestpfalz Herschberg bekommt vielleicht Jagdschule

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In Rheinland-Pfalz soll eine Jagdschule gegründet werden. Als Standort ist Herschberg im Gespräch.

Darüber informierte Ralf Salzmann vergangene Woche den Gemeinderat. Er wohnt in Herschberg und ist Geschäftsführer der Jagen Lernen JL GmbH, eine Jagdschule, die zum Hofgut Linslerhof im saarländischen Überherrn gehört. Die in der Südwestpfalz geplante Jagdschule – neben Herschberg stehen zwei weitere Standorte zur Disposition – soll eine Niederlassung werden. Mittel- bis langfristige Pläne sehen auch einen Jagdfalkenhof wie den Linslerhof vor. Das Hofgut im Saarland beherbergt unter anderem ein Romantikhotel. Es bietet ein freiwilliges ökologisches Jahr und Exkursionen mit Schülern in die Natur an. „Pro Jahr verzeichnet der Linslerhof bis zu 80 000 Übernachtungen“, sagte Salzmann. Die Jagdschule bietet Jagdschein, Fischereiprüfungen und Falknerprüfungen an. Vonseiten der Oberen Jagdbehörde in Neustadt steht der Jagdschule in der Pfalz nichts entgegen. Die Ausbildungskurse wurden anerkannt. Noch in diesem Jahr, so der Plan, soll der erste Kurs starten. Die noch offene Frage ist der genaue Standort. Herschberg fände er ideal, verdeutlichte Salzmann. Gewünscht sei aber eine klare Zustimmung des Rates, denn es soll über Jahre ein gutes Miteinander geben. Deshalb wäre die Unterstützung der Gemeinde wünschenswert. Benötigt würde ein Jagdbogen von 150 Hektar als Jagd- und Lehrrevier. Profitieren könnte der künftige Standort, weil die Jagdschule bereit wäre, sich am Dorfleben zu beteiligen, beispielsweise zu besonderen Anlässen Falken auszustellen und Flugvorführungen zu zeigen. Der Tourismus würde belebt, weil die, die den Jagdschein an der Jagdschule ablegen, dies in kompakter Zeit erledigen und deshalb Zeit vor Ort verbringen. (add)

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