Kreis Südwestpfalz Heino Schuck wirft der Bahn bodenlose Frechheit vor

Der Gemeinderat von Rieschweiler-Mühlbach will sich von der Bahn nicht unter Druck setzen lassen. Der Ausbau der Fabrikstraße soll im Zweifelsfall ohne Unterstützung des Unternehmens vor sich gehen.
„Die Bahn ist die letzte Option. Wenn nichts mehr geht, reden wir mit der Bahn“, sagte Bürgermeister Heino Schuck am Montag im Gemeinderat. Die Gemeinde hatte die Deutsche Bahn um Erlaubnis gebeten, für den Straßenausbau ein Stück ihres Geländes nutzen zu dürfen. Die Bahn hatte laut Schuck zunächst pauschal abgelehnt und sich dann bereiterklärt, einen Alternativvorschlag der Gemeinde zu prüfen – gegen Zahlung von rund 2000 Euro. Weitere 2000 Euro würden fällig, falls die Bahn ihre Zustimmung erteilt (wir berichteten am Montag). „Das ist eine bodenlose Frechheit“, ärgerte sich der Bürgermeister. „So was habe ich noch nicht erlebt. Die Arroganz, die einem da ins Gesicht springt!“ Auch wenn es unwahrscheinlich sei, lasse er prüfen, ob die Gemeinde die Bahn irgendwie mit Abgaben belasten kann. Eines steht für den Bürgermeister von Rieschweiler-Mühlbach fest: „So wird man mit uns nicht umgehen können!“ Inzwischen versuche man, die Breite der Fabrikstraße und des Gehwegs so weit zu drücken, dass kein Gelände der Bahn mehr betroffen ist. Der Gehweg müsse mindestens 80 Zentimeter, die Straße 3,05 Meter breit sein, damit Zuschüsse fließen. Außerdem muss laut Schuck eine Sicherung zu den Bahngleisen hin angebracht werden. Man wolle nach einer möglichst günstigen Option suchen. (mefr) Ratssplitter