Kreis Südwestpfalz Häuser und ein Auto stehen in Flammen

Nachdem ein Großfeuer in einem Saarbrücker Mehrfamilienhaus am Sonntag vier Todesopfer und 26 Verletzte forderte (wir berichteten mehrfach), reißt die Serie von Bränden im Saarland nicht ab. Zuletzt waren Häuser in Saarbrücken-Rastpfuhl und Rohrbach sowie ein Auto in Blieskastel betroffen. Inzwischen hat die Polizei die Handys von drei Gaffern beschlagnahmt, die die Katastrophe filmten.
Bis übermorgen, Freitag, liegt ein Kondolenzbuch für die Opfer vom Sonntag täglich von 8.30 bis 17 Uhr im Foyer des Saarbrücker Rathausgebäudes St. Johann aus. Bürger können dort ihre Anteilnahme bekunden. Wie die Polizei gestern erklärte, hatten sich bei dem Großfeuer viele Schaulustige innerhalb der Absperrung aufgehalten. Drei Männer, die Verletzte beziehungsweise Todesopfer gefilmt haben sollen, wurden angezeigt. Ihre Handys wurden einbehalten; sie würden ausgewertet. Am Montag brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses im Saarbrücker Wohngebiet Rastpfuhl. Das 82- und 80-jährige Bewohner-Ehepaar konnte laut Polizei das Haus verlassen. Dieses sei jetzt unbewohnbar. Im St. Ingberter Stadtteil Rohrbach brannte es am Montagabend gegen 23.20 Uhr in einem Einfamilienhauses mit Arztpraxis. Die dort wohnenden Eltern wurden aus dem Schlaf gerissen und konnten mit ihren beiden Kleinkindern das Haus rechtzeitig unverletzt verlassen. Das Gebäude wurde schwer beschädigt. In Blieskastel stand am Montag ein Auto in Flammen. Laut Feuerwehr hatte der Wagen, der zwischen der Bliesgau-Festhalle und dem „Blieskasteler Hof“ parkte, unterhalb des Motors Feuer gefangen. Zwei Passanten schafften es, mit ihrem Feuerlöscher den Brand vor Eintreffen der Feuerwehr fast vollständig zu löschen. Die Polizei ermittelt zur Brandursache; nichts deute auf einen technischen Defekt hin.