Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Grundschule Stambach: Das sind die Pläne für den Umbau

So könnte die Grundschule Stambach nach der Vorstellung von Architekt Martin Grub aussehen. Im südlichen Flügel sind die vier so
So könnte die Grundschule Stambach nach der Vorstellung von Architekt Martin Grub aussehen. Im südlichen Flügel sind die vier sogenannten »Lern-Cluster« angeordnet. Im Mittelbau sind die allgemeinen Aufenthaltsbereiche mit Mensa und Atrium sowie die GTS-Räume untergebracht.Der Nordflügel wird erhalten, jedoch komplett saniert. Hier befinden sich im EG Sanitärräume, Hausmeister und Küche, im OG Bibliothek, Schulleitung und -verwaltung sowie das Lehrerzimmer.

Die Grundschule in Stambach wird runderneuert. Bei den Planungen spielt ein modernes Raumkonzept eine gewichtige Rolle – auch mit Blick auf Kosten und Brandschutz.

Dass die Grundschule in Stambach saniert und erweitert werden soll, darüber herrscht Konsens: im Rathaus, aber auch im Rat der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, berichtet der Chef der Verwaltung, Bürgermeister Björn Bernhard (CDU) im Gespräch mit der RHEINPFALZ: „Wir haben einen Beschluss, dass wir das machen wollen.“ Über die Erweiterung der Grundschule in Contwig und Stambach wird bereits seit einigen Jahren diskutiert – schon unter Bernhards Vorgänger im Amt, Jürgen Gundacker (SPD).

Im Kern soll die Schule ein komplett neues Raumkonzept erhalten. Die Schule ist dreizügig, in jeder der vier Jahrgangsstufen gibt es drei Klassen. Die Klassen der einzelnen Jahrgänge sollen, grob gesprochen, zusammen untergebracht werden, in jeweils drei Klassenräumen mit jeweils einem vierten Bereich, einer Art Flur, der ebenfalls zur Lernzone umgebaut werden kann. Cluster nennen sich diese Bereiche, die jeweils einer Jahrgangsstufe zugeordnet sind. „Wir haben dann keine klassische Flurschule mehr“, erklärt Bernhard.

Besucher in einer Wormser Schule überzeugt

Bei einem Besuch einer Schule in Worms, die bereits mit dem neuen Raumkonzept arbeitet – die Verbandsgemeindespitze schaute sich mit einigen Fachleuten aus der Verwaltung und einem Team des planenden Büros Grub in Zweibrücken eine entsprechende Schule in der Stadt am Rhein an – habe man sich von dem modernen Konzept überzeugen lassen. „Wir wollen das umsetzen.“

Vor knapp einem Jahr, im März 2025, war die Erweiterung des Baus in Stambach bereits schon einmal Thema im Verbandsgemeinderat. Damals wurden auch Zahlen genannt: rund 10,4 Millionen Euro standen als Kosten für die Erweiterung im Raum. Das Land gibt einen Zuschuss von 60 Prozent, allerdings nicht für die gesamten Baukosten. Die förderfähigen Kosten sind bei einer Summe von knapp acht Millionen Euro gedeckelt, sagt Bernhard. Was darüber liegt, müsste die Verbandsgemeinde wohl selbst bezahlen, sollten sich nicht noch andere Fördermöglichkeiten auftun. „Es wird wohl nicht billiger werden“, sagt der Verwaltungschef. Seiner Ansicht nach ist sich der Verbandsgemeinderat der Mehrkosten auch bewusst: „Wir nehmen das in Kauf.“ Wie die Schule detailliert aussehen soll, das wird Planer Martin Grub in der Sitzung des Verbandsgemeinderates am Dienstag vorstellen (18.30 Uhr, Konrad-Loschky-Halle in Battweiler).

ADD hat Konzept genehmigt

Die Grundschule in Stambach besteht aus zwei Gebäudeteilen, einem nördlichen und einem südlichen, die über einen Verbindungsbau gekoppelt sind. Dort soll nach den im März 2025 vorgestellten Plänen ein Treppenhaus mit Aufzug entstehen, außerdem sind dort Mensa und Atrium vorgesehen. Das Atrium soll sich über zwei Etagen erstrecken und vielfältig nutzbar sein, zum Beispiel als Pausenzone oder für Veranstaltungen. Das Obergeschoss im nördlichen Teil soll beispielsweise die Bibliothek beherbergen sowie Räume für den Sozialdienst und das Lehrerzimmer. Der südliche Gebäudeteil soll angebaut werden und am Ende etwa genauso lang sein wie der nördliche.

Einen Schritt weiter sei man bei Fragen des Brandschutzes. Auch hier sorgte der so genannte Cluster, also ein Bereich von Klassensälen und einem angeschlossenen Bereich, der unterschiedlichen Lehr- und Lernformen dienen soll, für Diskussionen, blickt Bernhard zurück. Die zuständige Genehmigungsbehörde, die ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) in Trier habe zunächst prüfen müssen. In den geltenden Verordnungen sei der nun ins Auge gefasste Cluster noch gar nicht erfasst und beschrieben gewesen. „Die ADD hat uns das Konzept nun genehmigt.“

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